Antall József szerk.: Historia pharmaceutica / Orvostörténeti Közlemények – Supplementum 9-10. (Budapest, 1977)

LECTURIS SALUTEM - Antall József: A gyógyszerésztörténelem Magyarországon és a Semmelweis Orvostörténeti Múzeum, Könyvtár és Levéltár (magyar és német nyelven)

Antall J.: A gyógyszerésztörténelem Magyarországon. 19 medizinischen Philosophie an der einen, bezüglich der wirtschafls- und industrie­geschichtlichen, der technologischen Belange auf der anderen Seite. Drittens sind es die Einheit der Forschungsmethodik und die des Quellenmaterials, welche eine synthetische Betrachtungsweise der Medizin- und der Pharmaziegeschich­te rechtfertigen. Ich meine damit die Praxis der allgemeinen geschichtlichen Behand­lungen, die Methode der Quellenforschung und der Quellenkritik, den Charakter des Quellenmaterials. Es ist an der Hand, daß ein Archivmaterial desselben Charakters, ja öfters dasselbe Quellenmaterial auszuforschen ist. Das Archivmaterial ist aber die primäre Quelle einer jeden geschichtlichen Disziplin. — Einen ähnlichen Charakter weist die primäre Fachliteratur, das bibliographische Quellenmaterial auf: die ärzt­lichen und pharmazeutischen Bücher der vergangenen Jahrhunderte. Außer dem „papiernen" Quellenmaterial ist für beide Disziplinen der bedeutende historische Quellenwert des gegenständlichen Materials (Geräte, Werkzeuge, Gefäße usw.) charakteristisch. Spielt ja in beiden das gegenständliche Material eine höchst bedeut­same historisch-dokumentative Rolle, welche es in der allgemeinen Geschichtswissen­schaft in solchem Grad nie innehat, ausgenommen vielleicht jene Frühepochen, in welchen die archäologischen Funde die Hauptanhaltspunkte abgeben. Somit liefert eigentlich — ähnlich zur Geschichte der Technik — das mehrdimensionale gegenständ­liche Material für eine Rekonstruktion der ärztlich-apothekarischen Praxis in jeder Epoche ein primäres Quellenmaterial. IV. Das Wesen unserer Konzeption gewinnt somit eine noch stärkere Stütze darin, daß unser Institut als Sammelplatz für das museale, gegenständliche, bibliographische und archivarische Quellenmaterial des einheitlichen Fachbereichs auch als Forschungs­basis geeignet ist. Die Grundlage des Instituts bildet in jeder Hinsicht die im J. 1842 entstandene Bibliothek des im 1837 gegründeten Königlichen Ärztevereins, dessen seit seiner Gründung bestehendes Archiv, sowie das im J. 1905 ins Leben gerufene Museum. Mit der Übernahme all dieser Sammlungen hat sich das Bild unseres Insti­tuts stufenweise ausgeprägt, wobei alle früheren kleineren Sammlungen eingeschmol­zen wurden. Seit Auflösung des Königlichen Ärztevereins wurde es zur Rechtsperson und nahm 1965 den Namen von Ignác Semmelweis an. Als Resultat des mit der Medizingeschichte sich parallel entwickelnden pharmaziegeschichtlichen Museal­wesens konstituierten sich teils in Klausenburg (Kolozsvár, heute Cluj-Napoca in Rumänien), teils in Budapest Museen. Letzten Orts funktionierten zwischen 1906 und 1963 kleinere Sammlungen mit mehr oder weniger Selbständigkeit im Nationalmuse­um, bzw. im Rahmen der Pharmazeutischen Fakultät der Budapester Universität. Unser Institut übernahm (1960) auch sämtliche frühere pharmaziegeschichtliche Sammlungen, dann nach der Aufrichtung der eigenen allgemeinen Kollektionen und Ausstellungen rief es in Budapest das Apothekenmuseum zum „Goldenen Adler", sowie die József Ernyey Pharmaziegeschichtliche Bibliothek ins Leben. Des weiteren leistete es Hilfe für die Entstehung mehrerer pharmaziegeschichtlichen Musealkollek­tionen am Land, welche es teils unmittelbar leitet, teils kontrolliert. Demgemäß ist in unserer musealen Sammlungsordnung eine selbständige pharma­zeutische Fachsammlung zu finden, in der wir ein Gefäßinventar der Offizin (aus Keramie, Glas, Holz), die Laboratoriumsgefäße, sowie das pharmazeutische Werk­zeugmaterial in besonderen Sammelgruppen aufbewahren. Weitere Einheiten bilden 2*

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