Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti közlemények 230-233. (Budapest, 2015)

ADATTÁR - Semmelweis, Karl Jun.: Karl Semmelweis professzor, kormánytanácsos (1906-1989) Burgenland helytörténésze és Semmelweis-kutató

156 Comm, de Hist. Artis Med. 230-233 (2015) Es fällt auf, dass zur Erbschaftsabhandlung von den 3 Brüdern nur 2 erschienen sind. Warum der jüngere Bruder Franz nicht erschienen war, blieb vorerst ungeklärt. Der Erbteil von Franz wurde hinterlegt. Karl Semmelweis fand in den Ratsprotokollen der Freistadt Eisenstadt einen Flinweis, dass der Magistrat von Nagy-Becskerek, damals Ungarn (jetzt Zrenjanin, Serbien) für die dort wohnhafte Witwe Rosina Semmelweis und Kinder die Auszahlung des Erbteiles von Franz Semmelweis beantragte. 1822 wurden 725 Gulden und 25 n. W. an Rosina überwiesen. Damit wurde auch der Aufenthaltsort des 3.Onkels von Ignaz Philipp bekannt. Bezüglich Dr. Antall gibt es noch eine Begebenheit. Nachdem Dr. Antall zum Minister­präsidenten von Ungarn ernannt worden ist, stattete er Österreich einen Staatsbesuch ab, wobei er auch den Landeshautmann von Burgenland Karl Stix besuchte. Dr. Antall kam im Gespräch auf Reg. Rat. Karl Semmelweis zu sprechen und wies daraufhin, dass er während seiner Zeit als Generaldirektor des Semmelweis-Museums sehr guten Kontakt mit dem ver­sierten und hilfsbereiten Reg.Rat. Karl Semmelweis hatte. Landeshauptmann Stix nahm dies erfreut zur Kenntnis, musste aber mitteilen, dass Reg.Rat Semmelweis 1989 verstorben ist. Dr. Antall drückte sein Bedauern aus. Landeshauptmann Stix teilte dies bei einer Dienst­besprechung über die Weiterentwicklung des Schulwesens im Burgenland dem Sohn von Reg.Rat Semmelweis Landesschulratsdirektor Dr. Karl Semmelweis mit. Karl Semmelweis veröffentlichte in Volk und Heimat, Kultur- u. Bildungsblatt für das burgenländische Volk, Nr. 9, Mai 1950, einen Artikel in der Reihe Burgenländische Porträts: Dr. Ignaz Philipp Semmelweis, der Retter der Mütter. In diesem Blatt mit dem Schwerpunkt „Muttertag“ beleuchtete er die besondere Bedeutung der Entdeckung von Dr. Semmelweis' für die Mütter. Dr. Tibor Györy veröffentlichte 1906 in der Zeitschrift Századok einen Artikel über die Abstammung von Dr. Ignaz Semmelweis. Dem Artikel war ein Stammbaum ange­fügt, den er mit dem Eisenstädter Probst István Horváth und dem Pfarrer István Kaufmann von Marz erarbeitet hatte. Es zeigte sich, dass der Stammbaum nach neueren Erkenntnissen fehlerhaft und unvollständig war. 1964 erstellte Karl Semmelweis auf Grund seiner Ermitt­lungen in Matrikeln mit Dr. Béla Szalai einen korrigierten Stammbaum. Karl Semmelweis ergriff 1964/65 die Initiative für die Herausgabe einer Semmelweis-Son- derbriefmarke. In einem Brief an die Generaldirektion der Österreichischen Post dokumen­tierte er die Abstammung von Ignaz Philipp Semmelweis aus dem heutigen Burgenland. Die Briefmarke wurde mit Gültigkeit vom 13. August 1965 herausgegeben, der Begleittext wurde von Univ. Professor Dr. Erna Lesky, Direktorin des Institutes für Geschichte der Me­dizin in Wien, verfasst. Karl Semmelweis veröffentlichte anlässlich des 100. Todestages von Ignaz Philipp Sem­melweis in den Burgenländischen Heimatblättern 1965, Heft 3/4, einen Artikel, in welchem er den Stammbaum nach letztem Stand wiedergab, aber auch frühere Nennungen des Na­mens Semmelweis, so die erste Nennung aus dem Jahr 1570 in einem Bergregisterbuch der Grafschaft Forchtenstein. In weiteren Forschungen widmete er sich der Zeit nach Übersiedlung der Brüder Josef und Johann Semmelweis, Söhne von Georg, von Sieggraben nach Eisenstadt 1709.Er sammelte Daten von Geburten, Eheschließungen, Todesfällen aus den Matrikeln. Die Ratsprotokolle der Königlichen Freistadt Eisenstadt enthielten Daten über Bürgerrechts-Verleihungen, Erb­schaften, Baugenehmigungen etc. von Mitgliedern der Familie Semmelweis.

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