Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 206-209. (Budapest, 2009)

ADATTÁR — DOCUMENTS - Offner, Robert: Johannes Hertelius erdélyi orvos eddig ismeretlen, 1593. február 8-iki keltezésű levele Carolus Clusius flamand botanikushoz

Offner, R. : Ein Brief des siebenbiirgischen Arztes Johannes Hertelins 235 Zusammenhang mit seinen Bemühungen um den Botaniklehrstuhl. Die beiden Männer, bekannte Ärzte und Botaniker ihrer Zeit, fühlten eine rege Korrespondenz. Allein in der Briefsammlung Trew des Archivs der Universität Erlangen-Nümberg sind rund 25 Briefe von Alpini an Camera­rius II. übermittelt. Joachim Camerarius II., der Sohn eines bekannten Leipziger Humanisten studierte in Witten­berg, Leipzig, Padua und Bologna, wonach er sich als Arzt in Nürnberg niederließ. Aufgrund seiner Anregung wurde 1592 in Nürnberg das „Collegium medicum", eine Alt städtische Ärzte­kammer gegründet, in dem sich alle Nürnberger Ärzte zusammenschlössen und deren Vorsitz er übernahm. Camerarius II war auch Botaniker und legte den ersten wissenschaftlich geordneten botanischen Garten in Nürnberg an. Er zählt auch zu den Mitbegründern der Nürnbergischen Hohen Schule (ab 1622 Universität) zu Altdorf. Alpini gab in seinem Brief vom 6. Januar 1593 seinem Freund Camerarius II. bekannt, dass die Leitung der Universität zu Padua ihn vor wenigen Tagen mit dem Unterricht der Botanik und Pharmakologie beauftragt hat. Den Lehrauftrag habe er mit Freude angenommen und beabsichtigt im Sommersemester den Unterricht zu beginnen. Er beklagt sich zugleich bitterlich über seinen Kontrahenten, ,Joannes Artellius (Sie!) Transylva­nus", der sich selber Hoffnungen auf diese Stelle macht und nicht Müde wird ihn bei den Studen­ten zu diffamieren und aus aller Kraft versucht die Hörer der Deutschen Nation gegen Alpini zu stimmen. Deshalb wendet er sich mit der Bitte um Unterstützung seines Freundes Camerarius II, der als anerkannte Autorität galt, vor allem um seine Intervention bei den deutschen Medizinstu­denten zu Padua, die zahlreich aus deutschen Landen dort studierten. Hier sei noch angemerkt, dass er auch mit Clusius intensiven Briefwechsel hatte. In der Briefsammlung Trew befinden sich nicht weniger als 195 Briefe von Clusius an Camerarius II. Die ausgewählten Briefabschnitten sind für unsere Untersuchung durchaus relevant, da dieser Brief nur vier Wochen vor dem Brief von Johannes Hertelius entstand und wichtige Details über das damals bereits abgeschlossene Berufungsverfahren Alpinis zum Professor der Botanik zu Tage befördert: „Nihil quidem aliud novi ex meis litteris nunc habetis, quem hisce diebus leclionem me­dicamentorum simplicium interpretcindi munus, mihi ab Illustrissimis Patavini studii prae­fectis datum esse, totamque provinciám hilari animo ab amicis jussus ac rogatus accepi, neque effugere potuisse Itaque facto Carnisprivio, meis praelectionibus Patavii in Publica Academia princípium faciam, rogoque obnixo Deo Optimo Maximo mihi prospere istuc concedat. Te vero, cuius plurimam tuam benevolentiam atque humanitatem saepe sum ex­pertus, maxime rogatum velim, ut tu atque tui amici, nobilissimis tuis Germanis Patavii medicinám operám dantibus me plurimum commendares. (...) Nam cum Patavii agat qui­dem loannes Artellius Transylvanus (Sie!) , qui quod hanc lecturam desideraret, meque praesente votis suis non cessuram speraret dici quidem satis nequeo, quam eius lingua apud plures fuerim lacessatus, vereorque tunc magis invidia conßictatus, ne operam da­rem velit rursus calumniari, omniaque pedibus manibusque facturum puto ut auditoribus caream Mihi itaque rem optatissimam facies, si cum illi Illustrissima Audentium nationi aliquid favoris procuraveris, eosque ut me históriám naturalem in Patavino Studio nunc interpretantem audiant inflammaveris. (...)"

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