Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 202-205. (Budapest, 2008)
KISEBB KÖZLEMÉNYEK — COMMUNICATIONS - SIMON, Frantisek - STEGER, Florian: Simulation in der Antike II. -Literarischer Fundus. - Szimuláció az antikvitásban - Irodalmi látlelet
simulierte Fieber und seine Leute sollten ihn entschuldigen, aber in Wirklichkeit eilte er im Frauenkleid in das Militärlager (Sueton, Otho 6). Was die Juristen anbelangt, gibt es eine Äusserung zur Sache bei Ammianus Marcellinus. Dieser hatte keine gute Meinug über sie und teilt sie in vier Gruppen. Eine von diesen wird von Juristen gebildet, die unverschämt ihre Anforderungen vorlegen, das Geld von den Klienten entlocken, sie machen nichts, aber die Krankheit vortäuschen und reden sie sich auf sie aus (30,18). Die Juristen konnten selbst simulieren, aber sie mussten auch das Simulieren durchschauen wissen. Im Kodex des Kaisers Justinian kommt ein solcher Fall vor. Wenn jemand über Podagra klagt, und eine Aufgabe deswegen nicht erfüllen kann, soll zu dem Präfekt der Provinz kommen, der sich überzeugen soll, ob das wahr ist (10,51,3). Ein simulierender Philosoph war Monimos. Er diente bei einem Geldwechsler in Korinth und sehnte sich danach, bei Diogenes in der Lehre zu sein. Er simulierte Wahnsinn und fing an, die Münzen auf dem Wechslertisch auszustreuen, bis sein Herr ihn nicht entließ und er sich Diogenes als Lehrling anschließen konnte (6,82). Simulation der Soldaten ist ausgeschlossen, da sie oft Soldner waren und ihr Einkommen so bedroht wäre. 4 Aus einem Grunde konnten sie doch simulieren und zwar aus taktischen Gründen. Eine solche Geschichte erzählt Caesar. Seine Soldaten haben Verwundungen vorgetäuscht und sind aus dem Lager in die Festung zurückgezogen, um den Feind zu belisten (De bell. civ. 2,35). Abschliessend kann man sagen, dass die Simulationsbeispiele ein kleines Steinchen aus dem Mosaik des Lebens in der Antike darstellen. Sie beweisen, dass sie gängig waren (Nihil novi sub sole, d. h. Nichts neues unter der Sonne). Sie wurden offensichtlich auch toleriert, besonders wenn es sich darum ging, den Feind zu täuschen und einen Vorteil zu gewinnen. ÖSSZEFOGLALÁS A szerzők előző számunkban a szimulálás ókori történetéről szóló összeállításukat folytatják e közleményükben. A hazugsággal kapcsolatos görög-latin attitűd vizsgálata és elemzése után számos példát hoznak a görög-latin irodalomból annak bizonyítására, hogy a betegségek tettetése az ókorban is gyakori és elfogadott viselkedésforma lehetett, mégpedig olyannyira, hogy az irodalomban szinte toposznak tekinthető. LITERATUR ACHILLES TATIUS. ed. and transi. S. Gaselee. Greenwood Press, Westpoint 1976. AMMIANUS MARCELLINUS: Rerum gestarum libri qui supersunt. Vol. II. ed. W. Seyfarth. Teubner, Leipzig 1978. CAESAR: Commentariorum libri 111 de hello civili. ed. R. du Pontet. Clarendon, Oxford 1989. CHARITON: Callirhoe. ed. and transi. G.P. Goold. Harvard University Press, Cambridge (MA)-London 1995. 4 Siehe Magyar, L. A.: Érdekességek a szimulálás történetéből. Valóság, 1994. S. 69.