Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 198-199. (Budapest, 2007)

TANULMÁNYOK — ARTICLES - KÓTYUK, Erzsébet: Das Gesundheitswesen der Transkarpaten-Region in der Tschechoslowakischen Ära (1919-1939). - (Közegészségügy Kárpátalján a csehszlovák korban (1919-1939))

funktionsfähigen Sterilisator, die Stromversorgung blieb wegen des unmodernen elek­trischen Netzes oft aus. Die tschechoslowakischen gesundheitlichen Behörden haben den Umbau des alten, am Ende des 19. Jahrhunderts gebauten Krankenhauses und seine Erneuerung innerhalb 15 Jahren vollzogen. Sie kauften zur Erweiterung der Institution ein Grundstück, damit nach den gefassten Plänen die Erweiterung vollziehbar war. 1936 wurde das neue Krankenhaus übergeben, darin eine modern ausgerüstete chirurgische, bzw. entbindungs- und gynäkolo­gische Abteilung aufgestellt war. Damit ist das Krankenhaus von Beregszász mit 253 Betten erweitert, die Zahl der Ärzte von 3 auf 18 gehoben worden. Die Gesamtzahl der Betten stieg von 170 auf 423. Auch die Küche wurde im neuen Gebäude nach anspruchsvollen hy­gienischen Gesichtspunkten eingerichtet. In Nagyszőlős wurde 1928 das allgemeine Krankenhaus vom Landesausmaß mit seinen ursprünglich 60 Betten mit einer Abteilung für Geschlechtskranken mit neuen 60 Betten erweitert. Das Siechhaus bekam eine chirurgische bzw. gynäkologische Abteilung und ein neues wirtschaftliches Bedienungsgebäude. Der Bau eines neuen Krankenhauses wurde in Huszt vorgenommen, dessen zentrale Lage und gut annähernde Umgebung für die Einwohner des östlichen Berglandes, und zur Verbesserung ihrer gesundheitlichen Zustände sehr gewünscht war. Die in Ungvár, im Sitz des Podkarpatska Rus mit insgesamt 17 Betten funktionierende Hebammenbildungsanstalt wurde 1930 in ein neues Gebäude gebracht. In dieser modern ausgestatteten Institution ist außer dem Internat und dem großen Vortragsraum noch die Entbindungs-, gynäkologische und septische Abteilung mit insgesamt 75 Betten platziert worden. Die Hebammenbildungsstätte wirkte nachher - neben Beibehaltung der Unterrichts­tätigkeit - als Heilanstalt weiter. Das bis 1874 als Privates Krankenhaus, später als „öffentliche" Heilanstalt arbeitende Krankenhaus zu Ungvár bekam ab 1919 eine neue Aufgabe: außer den Einwohnern des Landessitzes musste es auch die Kranken der Umgebung und der Berglandschaft betreuen. Die erhalten gebliebenen alten Gebäude mussten erneut, die Krankenabteilungen, sowie ihre Einrichtungen, die Küche und der auf dem Gelände befindliche Kaufladen modernisiert werden. Es ist ein neues bakteriologisches Laboratorium zustande gebracht und ein Rönt­genapparat in Arbeit gestellt worden. 1936 fing man an das 1913 fertig gewordene und übergebene chirurgische Gebäude zu erweitern. Mit der Übergabe des neuen Flügels konnte die chirurgische und internistische Ab­teilung mit je 30 Betten erweitert werden. Inzwischen sind die Pläne für eine Prosektur bzw. ein Krankenhaus und eine Ambulanz für Haut- und Geschlechtskranke mit insgesamt 150 Betten genehmigt worden. Weiterhin stand noch im Plan, dass eine physikalische Thera­peutische Abteilung herausgebildet werden soll. Weitere Vorstellungen nahmen ein neues Krankenhaus für Infektionskranke vor, bzw. eine psychiatrische und Nervenheilanstalt mit je 60 Betten. Mit all diesen Erweiterungen wurde das Krankenhaus in Ungvár das größte und modern­ste Krankenhaus der ganzen Region. In seinen 8 Abteilungen standen 600 Betten und 17 Ärzte den Kranken zur Verfügung. Um das Gelände des Krankenhauses erweitern zu können, sind Verhandlungen mit den benachbarten Grundstückeigentümern unternommen worden, damit die ganze Heilanstalt zu einem einheitlichen Komplex ausbildet werden kann. Das Ziel war, dass in Ungvár, in der

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