Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 198-199. (Budapest, 2007)

TANULMÁNYOK — ARTICLES - KÓTYUK, Erzsébet: Das Gesundheitswesen der Transkarpaten-Region in der Tschechoslowakischen Ära (1919-1939). - (Közegészségügy Kárpátalján a csehszlovák korban (1919-1939))

aus der Huszter Großgemeinde wurden auch Kranke aus den östlichen Gebieten der Kar­patenregion, aus den Bezirken Ökörmező, Técső und Rahó hierher gebracht, weil es das nächst gelegene Krankenhaus war. Die Entfernung war auch in diesem Fall mehr als 100 Kilometer. Zur Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes der Bevölkerung plante die tschecho­slowakische Regierung in den Bezirksstädten Gesundheitshäuser einzurichten, damit die untransportablen und aus den weit gelegenen Dörfern die Kranken auch eine Behandlung bekommen können. Im Bezirkssitz Szolyva, der sich in der Mitte der Karpatenregion befin­det, wurde 1921 eine so genannte „Station für Gesundheitsschutz" aufgestellt, die nötigen­falls mit wenig Umänderung als Epidemiekrankenhaus funktionieren konnte. Damit wurde die Krankenhausversorgung der am meisten gefährdeten Bergeinwohner des Gebietes ge­wissermaßen gelindert, die unter den miserabelsten Zuständen lebten, und von Epidemien am meisten gefährdet waren. Außer den oben erwähnten besaßen die Bezirkskrankenhäuser in Nagyszőlős und Beregszász bzw. das Stadthospital zu Ungvár eine Abteilung für Infektionskranke, anfangs nur mit sehr wenig Betten. Die Einrichtung der sehr wenigen Heilinstitutionen musste be­trächtlich modernisiert werden. In diesem Interesse haben die gesundheitlichen Behörden beschlossen, dass die kleineren Krankenhäuser eine modernere Ausrüstung erhalten sollen. Die zwei größten Krankenhäuser in Munkács und Ungvár bekamen je eine Röntgeneinrich­tung. In den Krankenzimmern wurden - je nach der Ansteckungsgefahr - die Bettzahlen erhöht. In Nagyszőlős ist ein Pavillon extra für die Geschlechtskranken eingerichtet worden. Das Allgemeine Krankenhaus in Munkács wurde zur staatlichen Institution erklärt, zugleich konnten die Erweiterungs- und Umbauarbeiten angefangen werden. Das Kranken­haus bekam eine neue chirurgische Abteilung in einem abgesonderten Flügel mit den mo­dernsten Ausrüstungen versehen. Hier funktionierten auch eine Ambulanz und das Bezirk­samt für die Krankenhilfe. 1923 wurde eine selbständige Abteilung für tuberkulöse und an­dere ansteckende Kranken eingerichtet. Ebenfalls in Munkács wurde im Kinder-Stadtasyl eine Abteilung für Säuglinge und Kinder aufgestellt. Die Stadtbehörden planten auch die Aufstellung eines neuen Epidemiekrankenhauses, da aber die Sanitätsstatistiken der vorher­gehenden Jahre, besonders in der zweiten Hälfte 1920, bestätigten, dass Infektionskrank­heiten nur sehr selten auftauchen, ist dieser Plan nicht verwirklicht worden. Im Krankenhaus der Stadt Munkács nahm man Rücksicht auf die Kranken jüdischer Religi­on, in der Küche des Krankenhauses wurde für sie eine Koscherkost gekocht. Zum Kranken­haus von Munkács gehörte noch eine Filiale mit 200 Betten in Aknaszlatina, welche die Kranken der Salzbergwerke betreute und der ganzen Region eine sanitäre Hilfe darbot. Es muss bemerkt werden, dass auf dem ganzen Gebiet der Karpatenregion insgesamt nur drei Rettungsstationen funktionierten: in Munkács, Ungvár und Rahó. Nach den Statistiken der Munkácser Station ist die Rettungsmannschaft 1928 in 433 Fällen allarmiert worden. Neben den bereits erwähnten Fällen haben auch die 11 so genannten „Samaritaner Ver­eine" ebenfalls Rettungsaufgaben angenommen. Diese Vereine sammelten die freiwilligen Rettungskräfte, die in jener Zeit 260 Mitglieder zählten. Es wurden Pläne für ein neues, leicht erreichbares Krankenhaus in Huszt geschmiedet, das für die Einwohner der Berge zur Verfügung gestanden hätte. Durch die Unterstützung des Ministeriums für Gesundheitswesen ließ die Masaryk-Liga 18 Fürsorgehäuser in dieser Region funktionieren, die vor allem gegen die Tuberkulose, Geschlechtskrankheiten und

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