Kapronczay Károly szerk.: Orvostörténeti Közlemények 198-199. (Budapest, 2007)

TANULMÁNYOK — ARTICLES - KÓTYUK, Erzsébet: Das Gesundheitswesen der Transkarpaten-Region in der Tschechoslowakischen Ära (1919-1939). - (Közegészségügy Kárpátalján a csehszlovák korban (1919-1939))

DAS GESUNDHEITSWESEN DER TRANSKARPATEN-REGION IN DER TSCHECHOSLOWAKISCHEN ÄRA (1919-1939) ERZSÉBET KÓTYUK Diese Region ist in der ungarischen Fachliteratur auch als Karpaten-Ukraine bezeichnet, und befindet sich am nordöstlichen Rand des Karpatenbeckens. An der Wende des 19. zum 20. Jahrhundert war das der Sammelbegriff der historischen ungarischen Komitate Ung, Bereg, Ugocsa und Máramaros. Das Gebiet breitete sich auf 17.945 km 2 aus, 1910 war die Einwohnerzahl 848.428. Das Friedensdiktat von Trianon hat am 4. Juni 1920 diese Region zerstückelt: Mehr als die Hälfte wurde der Tschechoslowakei zugeteilt, etwas weniger als einen Drittel bekam Rumänien, und nur ein Bruchteil durfte innerhalb der Landesgrenze Ungarns bleiben. In den Jahren 1938-1939 gehörte dieses Gebiet - übergangsweise bis zum November 1944 - wieder Ungarn an. Dem Vertrag gemäß, den die Sowjetunion und die Tschechoslowakei im Juni 1945 abschlössen, wurde die ganze Region unter die Aufsicht der Sowjetunion gestellt. Seit 1991 - nach der Auflösung der Sowjetunion - gehört das Transkarpaten-Gebiet zu der Ukraine, und bildet ein Komitat, das südwestlich durch die Slowakei, Ungarn und Rumänien begrenzt ist. Die offizielle Bezeichnung ist heute: Zakar­patska Oblasty, diese Region erstreckt sich auf 12.800 km 2 , nach der Volkszählung im Jahr 2001 hatte es 1.254.614 Einwohner. Im vergangenen Jahrhundert wurde das Gesundheitswesen der Karpaten-Ukraine von jenem Land bestimmt, wohin es eben gehörte, wie sich die gesundheitlichen und sozialen Zustände der Einwohnerschaft dort gestalteten. In der Zeitspanne zwischen dem Juni 1919 und der Wende 1938-39, die im wesentlichen zwei Jahrzehnte ausmacht, - da dieses Gebiet zu der Tschechoslowakei gehörte, - hatte es 12.653 km", die Einwohnerzahl war 606.568. Der offizielle Name war zu jener Zeit Rusinsko. In der Zeit des Imperiumwechsels war das Gebiet ein organischer Teil Ungarns, und wurde durch die Verordnungen und Direktiven des Landes geregelt. Im Grunde genommen war die gesundheitliche Lage der Dörfer noch ungeregelt und rückständig zu bezeichnen. Weder vor dem ersten Weltkrieg, noch in der Zeit, die unter die Analyse genommen wird, existierte im Transkarpaten-Gebiet eine Ärzteausbildung. Unter der Mitwirkung von Vilmos Tauffer wurde schon 1890 im Komitat Ung die „Hebammenbildungs-Lehranstalt" ­erst bloß experimentell - gegründet, wo jährlich 50-55 Hebammen ihre Ausbildung erhalten konnten. Die Absolventen bekamen ein Diplom, das auf das ganze Land gültig war. Das Gesetz, das die Regelung der Hebammenausbildung normalisierte und 1908 erschien, sagte aus, dass alle Städte und Dörfer mit wenigstens 800 Einwohnern verpflichtet sind eine He­bamme zu halten. Das hatte aber zu bedeuten, dass die Transkarpaten-Region leider nicht imstande war dieser Verordnung restlos Folge zu leisten.

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