Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 117-120. (Budapest, 1987)
KISEBB KÖZLEMÉNYEK - Marz, Ilona: A kutatások súlypontjának változásai a Berlini Egyetem Fogászati Intézetében (német nyelven)
und Kartoffeln — auf Grund des zu geringen Kalziumphosphatgehaltes und des hohen Kohlenhydratanteiles eher kariesfördernd als hemmend wirke. [4] Darüber hinaus führte Eugen Wannenmacher (1897—1974) Untersuchungen zur Klärung von Stoffwechsel Vorgängen im Zahnschmelz durch, um die Möglichkeiten für eine exogene und endogene Kariesprophylaxe zu untersuchen. Durch den Einsatz künstlicher radioaktiver Isotope des Phosphors wurden die neuesten Erkenntnisse und Methoden der Physik und Chemie angewandt. Vorausgegangen waren Arbeiten von dänischen und englischen Wissenschaftlern, die Wannenmacher zu dieser Arbeit anspornten. Gemeinsam mit Otto H. Erbacher (1900—1950) aus dem Kaiser-Wilhelms-Institut für Chemie in Berlin-Dahlem gelang ihm in der ersten Phase die Bestätigung sowie Nachweisführung im Tierversuch, daß zwar im wachsenden und reifenden Schmelz während der Zahnentwicklung radioaktiv markierter Phosphor eingebaut wurde, dagegen keiner im ausgereiften Schmelz. Die Publikation dieser Ergebnisse verzögerte sich durch den Kriegsbeginn um mehr als zwei Jahre, die Weiterführung der Untersuchungen mit anderen Isotopen zahnbezogener Elemente konnten nicht mehr durchgeführt werden. [5] Im weiteren soll ein anderer Schwerpunkt, die Werkstoffkundeforschung, betrachtet werden. Vor 1934 existierte am Institut ein chemisch-metallurgisches Labor (es wurde 1917 gegründet) unter der Leitung von Schröder und ab 1925 von Schoenbeck, in dem Grundlagenforschung betrie-ben wurde und u.a. zur Eigenentwicklung von Silbermanganit, zur Verbesserung von weißen Edelmetallegierungen und zu Imprägniermitteln auf Kieselsäureesterbasis führte. Im Jahre 1934 wurde dieses Labor zum Zahnärztlichen-Material-Prüfungs-Amt (ZäMPA) umstrukturiert, woraus sich folgende neue Aufgabenstellungen ergaben: Die Erstellung von Gutachten über die Brauchbarkeit der zahnärztlichen Erzeugnisse und die Festlegung von Preisen. [6] Zwar laßt es sich wiederum sagen, daß es mit der Gründung des ,, ZäMPA" nunmehr eine sachkundige Beratung gab, sowohl über bewährte Materialien als auch über Neuentwicklungen. Vordergründig sollte aber das Materialprüfungsamt ausländische Produkte abweisen und den Beweis erbringen, daß deutsche Erzeugnisse gleichwertig oder sogar besser waren. Deviseneinsparung und das Autarkmachen durch die Einführung und Entwicklung von Ersatzstoffen waren somit letztlich Ziel und Zweck dieses Amtes. Besonders ging es dabei um den Ersatz der Goldlegierungen. Doch auch andere Grundstoffe wie Quecksilber, Zinn, Kautschuk u.v.a. sollten eingespart werden. [7] Von den Forschungsschwerpunkten des „ZäMPA" wären in erster Linie die Verbesserung von Silber-Palladium-Legierungen als Gußfüllungsmaterial und die Testung der Chrom-NickelLegierungen für gegossene Prothesenbasen und -klammern zu nennen. Es arbeiteten Hans Gerlach (geb. 1901) und Schoenbeck am Ersatz für Porzellan und Metall durch Kunststoffe, um nicht nur das Prothesenbasismaterial zu verändern (Kautschukersatz!), sondern auch den Prothesenzahn als sogenannten ,,Kunstharzzahn" zu entwickeln. Die besonderen Interessen Schoenbecks galten aber der Kombination von Gold mit V2A-Stahl. Die Bemühungen in der Entwicklung von Ersatzmaterialien gingen soweit, daß die metallischen Füllmaterialien durch verbesserte Steinzemente und Phosphatzemente verdrängt wurden, ohne daß damit gleiche Qualität in der medizinischen Betreuung gewährleistet wurde. „Medizinische Betreuung so kostensparend wie möglich" war die Devise der damaligen deutschen „Gesundheitspolitik". Die Aufmerksamkeit galt nur dem sogenannten gesunden „Volksgenossen ' \ wobei auch die Zahnheilkunde in die „Medizin ohne Menschlichkeit ' ' intergriert wurde. [8] So kam auf die Zahnärzte die Aufgabe zu, die angeblich „großen Gefahren des rassischen und biologischen Verfalls" aufzuhalten. Sie mußten an der, wie sie das Erbgesundheitsobergericht München bezeichnete, „humansten Tat der Menscheit" mitwirken und dem erbkranken Menschen die Zeugung anderer ebenso kranker Nachkommen unmöglich machen, eine Forderung, wie man sagte, klarster Vernunft, die planmäßige Durchführung erfordere. [9] Besonders an zahnärztlichen Universitätsinstituten gehörte die Erstellung von Gutachten für die Erbgesund-