Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 93-96. (Budapest, 1981)

TANULMÁNYOK AZ ÓKORI MEDICINA KÖRÉBŐL - Kiss, Ákos: Gyógyító, kultikus-mágikus emlékek ókori mozaikokon (német nyelven) . . .

MEDIZINAL-KULTISCHE DARSTELLUNGEN UND HINWEISE ALTERTÜMLICHER MOSAIKEN ÁKOS KISS Zu dieser Angelegenheit möchte ich vorerst die, auf den Monumenten der antiken Kunst, unter ihnen auf den Mosaiken sichtbare, übelvertreibende, vorkehrende, fluch­abwendende, und andere, — auch in das Bereich der Geschichte der älteren Medizin gehö­rende — Darstellungen herausheben. In meinem kurzen Vortrag also — möchte ich nicht die Genesung wahrlich fördernde, die — auch den heutigen Kentnissen entsprechende positive antike Heilmethoden schil­dern, sondern eher von der anderen Seite her, möchte ich manche, auch mit der Magie zusammenhängende „oder aus dem kultischen Glauben stammende, übelvertreibende, übelabwendende Formeln und Abbildungen erwähnen. In der — das Leben des antiken Menschen in unendlich vielen Variationen umspanennenden — Welt der Genii wird auch die Gesundheit von verschiedenen Geniustypen beschützt 1 , behütet; einige von diesen Typen sind aber sozusagen nicht eben gütig oder wohlwollend. Die Genii der Gesundheit — unter ihnen der Genius Frugiferus — im Kreise des be­kannten Synkretismus des antiken religiösen Lebens aus der Umgebung Baal-Saturnus in Afrika, also aus dem punisch-römischen Pantheon, erscheinen sogar in Hadrumetum zum Beispiel als „Deus Patrius". 2 Das hängt aber auch mit dem Begriff Saeculum Frugiferum zusammen — Saeculum bedeutet hier die, mit dem Begriff Aiön zusammenfallende „zeit­lose Zeit", jetzt als Zusammenwuchs der hellenistischen Philosophie und des phönizia­nischen Baal-Kultes. Das andere Gebiet bilden die apotropäischen Abbildungen in der Sphäre der drohen­den, oder sogar schon eingetretenen Gesundheitsschäden. Diese erschliessen eine ganze Menge der Möglichkeiten, durch denen die — die Gesundheit drohende — Übel abgewen­det (beseitigt) werden können. Die wichtigste Absicht ist die Abwehr des gegen den „in­vidus", gegen die schädlichen Wesen; wir haben schon keine Angst vor dir ... sagt uns nicht eine solcher magischen Inschriften, die — dem Glauben der sie anwendenden Perso­nen entsprechen — erfolgreich gegen Inviduosa geschützt hat. Die Apotropaions haben also hier entschieden dem Schutz gegen verderbendem Invidus gedient. Auf den Mosaiken El Haouria bei Hadrumetum schützt gegen bösartigen Genius eine Abbildung auf einem Mosaik mit Inschrift wersehen; hier ist unter Anderem, auch ein Hinweis auf einen Talis­man sichtbar. Die weiblichen Apotropaions — in der Form von Vulven sind seltener — diese sind aber in erster Linie Symbole der Fruchtbarkeit und kommen in Karthagos und Hadru­1 L. Foucher, La Maison de la Procession Dionysiaque á El Jem. Paris 1963. 137—138. 2 L. Foucher, Hadrumetum. Paris 1964. 300—302.; Die weiteren Begriffslösungen des „Invidus" siehe ebendort: 1253—1255 Noten. CIL VIII. 23; 161.

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