Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 92. (Budapest, 1980)
PSZICHIÁTRIATÖRTÉNETI KÖZLEMÉNYEK - Orzóy Róbert: Néphit elemek idegbetegek kórképeiben
hipnotizálják; a „bántás" utalhat kóros szervérzésre, depressióra; a „darabolás", „széttépés" szenzáció testvázlatzavar kifejezője lehet stb. Ugyanakkor azonban egyes elemek jelentkezése kórtünet benyomását keltheti ; új szóképzésnek, sűrítésnek téveseszmének, bizarrériának tűnhetnek. A tünetek elemzésénél figyelemmel kell lennünk a hiedelem-rendszer tartalmaira, azoknak a pszihózishoz való viszonyára. IRODALOM 1. Dienes István: A honfoglaló magyarok és ősi hiedelmeik. Uráli népek. Bp., 1975. 2. Diószegi Vilmos: A sámánhit emlékei a magyar népi műveltségben. Bp., 1958. 3. Diószegi Vilmos: Adatok a táltos révülésére. Ethnographia, LX1V. 1953. 4. Dömötör Tekla: A magyar nép hiedelemvilága. Bp., 1981. 5. Hoppal Mihály: Az uráli népek hiedelemvilága és a sámánizmus. Uráli népek. Bp., 1975. 6. Hoppal Mihály: A deviáns magatartás a hiedelemrendszer tükrében. Alkohológia, 1978. 4. 207—221. 7. László Gyula: Vértesszőlőstől Pusztaszerig. Bp., 1974. 8. Sz. L. Rubinstein: Az általános pszychologia alapjai. Bp., 1964. Zusammen fassung Der Verfasser untersucht aufgrund zahlreicher konkreter psychotischer Fälle das Auftreten der Elemente des Abergalaubensystems. Elemente des volkstümlichen Aberglaubens sind auch heute in breiten Kreisen bekannt, sie kommen aber spontan kaum zum Ausdruck, da sie nicht auffallend sind, machmal vor Scham bewusst verheimlicht werden. Der Aberglaube hat tiefe Wurzeln in gewisse Schichte, Kollektive und Landschaften geschlagen, in den Individuen lebt er als tatsächliche Kraft oder steht wenigstens in ambivalenter Beziehung zu seinem Inhalt. Das Traditionssystem steht abert mit der materialistischen Weltanschauung im Gegensatz. Die Verleugnung des ernischen Aberglaubens- und Wertsystems hat in den verlassenen Individuen eine isolierte Selbstüberlassenheit zu Folge. Sie schämen sich nicht nur, sondern weil andere nicht daran glauben, halten sie es für überflüssig, ihren Aberglauben zu erzählen. Die Zurückdrängung, die Hemmung ist die intellektuelle Funktion des Individuums: eine Anpassung an das in Veränderung stehende Wertsystem. In den Psychosen stehen die Aberglaubeninhalte manchmal im Vordergrund, manchmal werden sie zurückgedrängt und können nur durch vereinzelt geäusserte Wörter ermittelt werden. In ihnen sind aber diese Elemente leichter an die Oberfläche zu bringen, und diese Tatsache kann auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden. In den Psychosen vermindert sich die intellektuelle hemmende Rolle. Bei den meisen Fällen zeigen sich — besonders am Anfang — bewusste Alterationen. Dieser Zustand ist fähig dazu, dass sich krankhafte Sinnestäuschungen, Körperstruktur-Abweichungen und Bangigkeit befestigen. Solche Einfühlungen bilden den Kern der Psychose, worauf durch den paranoiden Mechanismus jene Erläuterung ruht, die eine gewisse Aberglauben-Reihe sein kann. Die Ausdrücke des Aberglauben-Wertsystems sind an sich gesunde psychologische Elemente. Diese Inhalte und die pathologische Erlebnisse werden im Kranken zu einem Erlebnis, und zugleich zu einem Ereignis seines individuellen Lebens. Sie treten in Vorschein, wenn sie eine besondere Bedeutung bekommen. Die Vortretung der Aberglauben-Elemente ist mit der Dynamik der Psychose zu erklären. Eine wichtige Rolle spielt dabei jenes Erlebnis, das die Aberglauben-Reihe mobilisiert.