Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 89-91. (Budapest, 1980)

TANULMÁNYOK - Vida, Mária: A magyarországi Szt. Kozma- és Damján-tisztelet eredete és értelmezése (11—14. század) (német nyelven)

deren Synthese, das Anjou-Legendar unmittelbar; — mittels der Stammessippen — das in der Urkunde erwähnte Altar (Csatar) sowie die zwei Wandgemälde (Csaroda und Kassa) mittelbar. Unseres Wissen nach sind aus der Zeit vor 1400 keine weitere Darstellungen überliefert worden, und die existierenden Reliquien beweisen, dass die Heiligen Kosma und Damian die Schutzheiligen der königlichen Familie des Arpád'schen Fürstengeschlechtes sein konnten. Den Einfluss der Benediktiner finden wir nicht für einen eindeutigen Beweis in der Verbreitung des Kultes. 150 Es ist wahr, dass aus der Mitte des 12. Jahrhunderts kann der Kult in der Benediktinerabtei von Alsó-Ludány, als die einzige Angabe betrachtet werden. Aus früherer Zeit ist uns nur eine einzige Kosma und Damian-Kirche bekannt, und zwar dieselbe aus István's Zeit, deren Stifter nach aller Wahrscheinlichkeit selbst der König war. Über das aus dem 13. Jahrhundert stammende Altar der Benediktinerabtei in Csatár wissen wir nichts: es mochte ein Altartisch mit Reliquien­schrein gewesen sein. Dabei sollten aber nicht die Benediktiner, sondern mit umso grösser Wahrscheinlichkeit die Stammessippe Gutkeled eine Rolle gespielt haben. Es steht fest, dass die Kosma- und Damian-Kirchenweihungen der während der Arpád'schen Herrschaft gegründeten Mönchsorden — mit Ausnahme der Kirchen­weihe von Alsó-Ludány — keine Benediktinertitel sind. Über die Kirche von zum Kaposfő gehörenden Pát hat sich herausgestellt, dass sie zur Prämontreer Propstei gehörte. 151 Das Priorat bei Komárváros besassen die Eremiten vom Heiligen Wilhelm. Der einzige Titel, den Sándor Bálint nicht unter den Benediktiner-Gründungen er­wähnt und welcher eine Verbindung zum Benediktinerorden haben mochte, ist die Angabe von Kapornak, wo eine Benediktinerabtei bereits seit 1216 (oder viellecht seit 1170) funktionierte. 152 Die Kosma- und Damian-Kirche gehörte übrigens nicht zur Abtei, sie wurde davon weit entfernt aufgebaut (auf der Stelle des hiesigen Fried­hofs) und die Benediktiner haben in ihr erst seit dem 13. Jahrhundert die Messen abgehalten. Sie ging im 14. Jahrhundert in die Hände der weltlichen Priesterschaft über, und wurde somit zur Pfarrkirche des Dorfes. Der Titel hing mit dem Namen des „Patrons" zusammen: Kozma, der Sohn von Mikse Misse (oder Miksefalvi). Das ist wieder eine Angabe von dem Einfluss der Stammessippen! Unsere zweite, zugleich letzte Quelle ist aus Zsigmonds von Luxemburg Zeit datiert: der Kapellen­name der Abtei von Garamszentbenedek, aus dem Jahre 1394. Uns bleiben also insgesamt zwei Benediktinertitel, auf die wir uns beim Beweisen der Verbreitung berufen könnten: der eine aus der Arpád'schen Zeit und der zweite aus der Zeit der Anjou-Könige. Die Zahl der Kirchenweihungen vermehrt sich aber eben in den 13—14. Jahr­hunderten: ausser den bereits erwähnten Titel kirchlichen und Sippencharakters sind aus dem 13. Jahrhundert 7, und aus dem 14. Jahrhundert 11 Urkundenquellen erhalten geblieben. Im Vergleich mit den insgesamt 2 Angaben aus István's Zeit den 11—12. Jahrhunderten, hängt diese zahlenmässige Erhöhung mit den Monasterie­Gründungen der Sippen unbedingt zusammen. Solange es in den ersten Jahrhunder­ten des Königreiches der König und das Oberpriestertum die Bauherren waren, ist die weltliche Grundbesitzerschicht — hauptsächlich durch Verleihung königlicher 150 Bálint S.: Ünnepi Kalendárium (Festkalender) a.a.O. 302. 151 (Fussnote 101). 152 Fényes E. : Magyarország geographiai szótára. (Das geographische Wörterbuch Ungarns). Pest, 1853. L. Bd. 176. Vgl. Bálint S.: a.a.O. 2. Bd. 304.

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