Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 83-84. (Budapest, 1978)

FÓRUM - Szakvélemények és hozzászólások Semmelweis kórtörténetéhez (magyar és német nyelven)

pretierungen des Sektionprotokolls zu bieten. Eine sorgfältige Analyse des Protokolls scheint nämlich eine Revision der bisherigen Meinung („Das Protokoll sei unaus­wertbar.") doch zu ermöglichen. DR. IMRE CSEH, PATHOLOGE Pathologisches Kommentar zu Scheuthauers Artikel „Untersuchung der Leiche des. Professors Ignác Semmelweis" in Orvosi Hetilap 1865, Nr. 48 1. Obwohl der Name des Obduzenten nicht angegeben ist, ist es doch wahrschein­lich, daß die Sektion von Scheuthauer selbst ausgeführt wurde. Widrigenfalls hätte Scheuthauer in dem unter seinem eigenen Namen veröffentlichten Artikel — nach den ungeschriebenen Regeln der Publikationsethik — den Namen des sezierenden Arztes unbedingt erwähnt. Meine Annahme wird auch von dem Umstand unter­stützt, daß zur Zeit der Obduktion Scheuthauer erster Assistent in Rokitanskys Institut war und die Sektion eines Medizinprofessors wahrscheinlich nicht einem Anfänger anvertraut worden wäre. Um die Tiefe und die Wirksamkeit der Unter­suchung zu beweisen, übergab man das Gehirn und das Rückenmark — zwecks einei histologischen Untersuchung — auch dem auf diesem Gebiet versierten Privatdozen­ten Meynert. 2. Aus der Feststellung des Obduktionsprotokolls „Der Unterleib eingezogen' kann gefolgert werden, daß die Därme nicht aufgeblasen waren, die Bauchhöhle keine bedeutende Quantität fremden Stoßes enthielt und auch die mit Gasentwicklung verbundene, fortgeschrittene Putreszenz auszuschließen ist. 3. Das Sektionsprotokoll beschreibt keine Veränderungen, die für Spuren frischer äußerer Gewalttaten gehalten werden müßten. Nach dem von Scheuthauer ver­öffentlichten Sektionsprotokoll bildeten nur die distale Phalanx des Mittelfinger; der rechten Hand, des weiteren die Fingerbeere und die erste Phalanx des zweiter Fingers — welche Stellen bloß mit mißfärbigen, zerfallenden Gewächsfetzen bedeck' waren —, sowie das eröffnete distale Interphalangealgelenk die Eindringungsorte durch die die Krankheitserreger in den Organismus gelangt waren, eine Septico-Pyä­mie hervorriefen und — im Zusammenklang mit unseren bisherigen Kenntnissen so­wohl wie den Angaben des Scheuthauerschen Sektionsprotokolls — Semmelweis Tod herbeiführten. Die von Scheuthauer beschriebenen von verwischt begrenzten eitrig infiltrierten Ränden umgebenen Substanzverluste an der rechten Ellbogenspit­ze, auf dem linken Arm, ferner am Knie und am rechten Knöchel sind ebenso als eitrig-jauchige, metastatische Verschmelzungen im Bindegewebe unter der Haut zu betrachten, wie die Jaucheherde am linken Rippenbogen und zwischen den linker musculus pectoralis maior und minor. Der letzterwähnte Jauchcherd hat die Weich­teile des Brustkorbes perforiert und drang in denselben ein, wo er nur deshalt bloß einen begrenzten, mannfaustgroßen, von Exsudat erfüllten Herd bildete, wei die Weiterverbreitung des Exsudats und die Erfüllung der ganzen Brustkorbhälfte durch die pleurale Verwachsung, die infolge der längst abgeklungenen Entzündung zustandegekommen war, verhindert wurden. Die an der groben Innenfläche dei

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