Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 83-84. (Budapest, 1978)

FÓRUM - Szakvélemények és hozzászólások Semmelweis kórtörténetéhez (magyar és német nyelven)

düngen zwischen Wagner und Balassa waren bekannt. Balassa war, dem Wagner seinen Lehrstuhl verdankte. Zu diesem Komplex kommt Báthory, der von Semmelweis entlassene Assistent, der von den Professoren beauftragt wurde Semmelweis nach Wien zu begleiten. Unmittelbar danach trat Báthory eine zweijährige Auslandsreise an, die er als Stipendium von der Fakultät erhielt. Weder die unterschriebenen Professoren, noch Báthory sprachen oder schrieben später über ihre diesbezügliche Tätigkeit, sondern schwiegen. Und zwar sehr auf­fällig. PROF. DR. TIVADAR HÜTTL, CHIRURG /. Die im Aufnahmestatus des Krankenblattes beschriebene Veränderung des III. Fingers der rechten Hand mag bereits z. Z. der Aufnahme einem Panaritium mit Absterben der Weichteile entsprochen haben. Der Anfang des Prozesses kann um 10—12 Tage früher gesetzt werden. 2. Die ebenfalls im Aufnahmestatus vorkommenden Anmerkungen von Tachy­cardie und „Kopf ungemein heiß" mögen auf einen septischen, fiebrigen Zustand hingewiesen haben. 3. Weitere Eintragungen chirurgischer Beziehung: am 31. Juli: der schon erwähnte Finger sowie der Handrücken sind rot, ödematös. Am 4. August: der Finger ist sehr heiß, der rechte Handrücken stark ödematös, das Gangrän nimmt zu. Es beginnt eine Furunkulose. Am 7. August: das Gangrän des Fingers wird wieder erwähnt. Die letzte Eintragung chirurgischer Beziehung stellt am Todestag das fortgeschrittene Stadium eines Abszesses im linken Thorax dar. 4. Auch unter Berücksichtigung, daß die Krankengeschichte von keinem Fach­chirurgen geschrieben wurde, ist die Beschreibung der chirurgischen Veränderungen ziemlich ungenau und mangelhaft. So z. B. sind die während der Obduktion auf­fallenden Veränderungen wie das Gangrän des linken II. Fingers, die Wunden des Ellbogens und der Knöchel — gar nicht erwähnt. 5. All das scheint die während dieser Diskussion auftauchende Vermutung zu unterstützen, daß der Decursus nachträglich verfaßt worden sei. 6. Die Beschreibungen von chirurgischer Beziehung im Obduktionsprotokoll weisen auf einen mehrwöchigen Prozeß hin. Beweise dafür sind in erster Linie der in den linken Thorax eingebrochene und die Rippen usurierende subpectorale Abszeß, sowie am III. Finger der rechten Hand das bereits eröffnete Interphalangealgelenk, auf dem selbst die Knorpelhülle schon zugrundegegangen war. 7. Die im Obduktionsprotokoll beschriebenen Wunden in der Gegend des Ellen­bogens, des Armes und des Knöchels entstammten aller Wahrscheinlichkeit nach von der Abbindung bzw. von der Zwangsjacke. 8. Der pathologische Befund entspricht einer schweren generellen Sepsis, die — wenn man ihn mit dem klinischen Bild vergleicht — die Folge einer schweren Infektion durch Fäulnis- und Gaserreger gewesen ist. 9. Während der Diskussion tauchte auch diejenige Möglichkeit auf, daß der interthoracale Abszeß die Folge einer haemotogenen Dissemination gewesen wäre, die sich einen Weg nach draußen gebrochen hätte, womit der Luftinhalt des sub-

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