Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 80. (Budapest, 1976)

KÖZLEMÉNYEK - Silló-Seidl, Georg: Semmelweis életének utolsó állomásai és valódi boncjegyzőkönyve (német nyelven)

Abb. 2. Aufnahmeprotokoll aus dem Journal der Niederösterreichischen Landesirrenanstalt Unwillkürlich stellt man die Frage; Wer ist verantwortlich für diese Schlam­perei ? Ich sehe nämlich keine Absicht in den irreführenden Angaben. 3. Wohin wurde Semmelweis eingeliefert ? a) Narrenturm. Er nahm zwar bis 1869 Kranke auf, doch schied er als Einliefe­rungsstätte Semmelweis' aus, denn Semmelweis kannte den Narrenturm aus seiner Wiener Zeit und, da seine Erinnerung, wenn die Angaben von Schürer v. Waldheim den Tatsachen entsprechen, gut funktionierte (z. B. erkannte Semmelweis zum Zeitpunkt seiner Einlieferung die lange nicht gesehene Frau Hebra), hätte er sofort bemerkt, wenn man ihn in den Narrenturm hätte bringen wollen. Laut Beschreibung von Schürer v. Waldheim konnte Hebra ihn nur so überlisten, daß er Semmelweis vorschlug, seine neue Anstallt zu besichtigen. In der Annahme, daß es sich um seine neue Anstalt handelte (die Abteilung Hebras und der Narrenturm lagen in unmittelbarer Nähe der Frauenklinik, wo Semmelweis arbeitete [Abb. 1]), folgte Semmelweis seinem Gastgeber. b) Privatheilanstalt Döbling. Laut Schürer v. Waldheim wurde Semmelweis in der nahegelegenen Anstalt eingeliefert. Die Döblinger Anstalt lag von der Marian­nengasse weit weg und trug nie einen der oben erwähnten Namen. Die Anstalt mußte einerseits Semmelweis aus der Wiener Zeit bekannt gewesen sein, an­dererseits wurde sie gerade in Ungarn durch den dortigen Tod 1860 des „Größten Ungarn", István Graf Széchenyi, berüchtigt. Döbling schied also auch aus.

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