Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 80. (Budapest, 1976)
KÖZLEMÉNYEK - Silló-Seidl, Georg: Semmelweis életének utolsó állomásai és valódi boncjegyzőkönyve (német nyelven)
schrieb. Sie waren jedoch nicht anwesend, sondern die letztere wurde aus drittem Munde, nämlich von Riedel unterrichtet, der wiederum von seinem Anstaltsarzt, über die Geschehnisse informiert wurde. Schürer v. Waldheim beschrieb, daß Semmelweis von Hebra's Wohnung in der Mariannengasse 10 „in die nahe Landesirrenanstalt in der Lazarettgasse" mit dem Wagen gebracht wurde. Der Name „Landesirrenanstalt" ist bei Schönbauer etwas verunsichert, zumal ei über eine neue Irrenanstalt spricht, die von dem Staat 1853 auf dem „Brünnlfeld" errichtet worden war, doch geben die Daten nicht an, wann die Besitzerwechsel stattfanden (Wiener-städtische bzw. Landesirrenanstalt Niederösterreichs). Heidler 9 gab die in dieser Form nicht existierende „Wiener Landesirrenanstalt" als Todesstätte an. Zu allem kommt noch, daß unweit von der Mariannengasse im Allgemeinen Krankenhaus der Narrenturm lag, der in der fraglichen Zeit von dem aus Ungarn stammenden Viszánik geleitet wurde. Ein weiteres Hindernis für den Nachforscher war der Umstand, daß heute in Wien keine Landesirrenanstalt Niederösterreichs existiert, nur das Psychiatrische Krankenhaus der Stadt Wien. Last but not least: über Theodor Meynert, der wahrscheinlich das Gehirn und Rückenmark von Semmelweis untersuchte, gab Schönbauer an, daß er im Jahre des Todes 1865 als Sekundararzt in der Niederösterreichischen Landesirrenanstalt unter Riedel eintrat und 1866 zum Prosektor der Wiener Irrenanstalt wurde. Der Knoten wird gelöst Ich machte mir zur Aufgabe, diesen gordischen Knoten zu lösen. Die Namen der Anstalten und die Daten ihrer Entstehung festzustellen und auseinanderzuhalten. Die Ergebnisse meiner Nachforschungen möchte ich wie folgt zusammenstellen: 1. Mildner gab zu zwei Verwirrungen Anlaß. Erst sein Vorname: Jantsch 10 sprach über Emanuel Mildner. Dagegen berichtete der Redakteur der „Wiener Medizinische Wochenschrift" Wittelshöfer in seinem Buch 11 über „Wien's Heil- und Humanitätsanstalten" über Joseph Mildner. Den Beweis liefert der Niederösterreichischer Amtskalender 1866, in dem folgende Angaben zu lesen sind: Emanuel Mildner, Primar-Arzt, Doktor der Chirurgie und Medizin, Magister der Geburtshilfe. Zweitens betitelten Schönbauer 12 und Chiari 13 , Mildner irrtümlich mit dem Rang eines Professors. Mildner war es nie. Der „Professor" kommt von der Abkürzung „Pr.", was Primar-Arzt bedeutet und daher unrichtig interpretiert wurde 14 . 2. Zeitpunkt des Todes. Wie aus der nachstehenden Eintragung im Aufnahmenprotokoll hervorgeht (Abb. 2), wird der Zeitpunkt mit 13 Uhr am 13. August 1865 angegeben. 9 Heidler, H.: Wien. Kl. Wschr., 59:353, 1947. 10 Jantsch, M. : s. Benedek I. ders. 11 Wittelshöfer L. ders. 12 Schönbauer L. ders. 13 Chiari, H.: s. Schönbauer. 14 Silló-Seidl, G.: Die Wahrheit über Semmelweis. Ariston, Genf, 1978.