Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 80. (Budapest, 1976)

ADATTÁR - Silló-Seidl, Georg: Új adatok Semmelweis életének utolsó két hetéről (német nyelven)

ADATTÁR NEUE DATEN ZU DEN LETZTEN ZWEI WOCHEN VOR SEMMELWEIS' TOD von GEORG SILLÓ-SEIDL B ei der Besichtigung des Archivs der Niederösterreichischen Regierung in Wien, fand ich zwei interessante Dokumente, die zur Aufklärung der Umstände von Semmelweis' letzten zwei Wochen in der Landesirrenanstalt Niederösterreichs weitere Daten enthalten. 1. Béla v. Machik. Machik sollte sich dorthin geäussert haben*, dass er als Sekun­därarzt in der oben genannten Anstalt über die Umstände, wie man Semmelweis behandelte, bestens informiert war. Um Machik's Bericht überhaupt Glauben schen­ken zu können, fand ich für notwendig die Person Machik zu identifizieren. Nach­dem ich weder schriftliche Aufzeichnungen noch Nachfahren von Machik fand, bemühte ich mich die im Lebenslauf des späteren Professors für Psychiatrie an der Universität Klausenburg gefundene Angaben über seine Stelle in der Wiener An­stalt zu verifizieren. Es gelang mir einen Bericht der Direktion der Niederösterreichischen Landesir­renanstalt in Wien zu dem Landes-Ausschuss zu finden (G. Z. 434/1865), datiert mit 16.2.1865 (Abb. 1.), in dem Machik sekundärärztliche Supplierungsgebühren zugesprochen wird. Damit ist zwar seine Anwesenheit in August d. J. noch nicht bewiesen, aber im­merhin kann man die Anstellung Machik's im Jahre 1865 in der Anstalt, wohin Semmelweis eingeliefert wurde, bestätigen. (Ein ergänzender Bericht wird demnächst ersoneinen). 2. Rapport der Landesirrenanstalt zu Wien für den Monat August 1865. In dem Monatsbericht, von dem Direktor Riedel unterschrieben, (Abb. 2) können wir „bezüglich der Sterbefälle" (Abb. 3.) lesen a) über das Sektionsprotokoll eines „47 Jahre alten Professors''' , der an Septaemie starb. Es wurde eine Hirnatrophie beschrieben, „vorzüglich in der Rinde des Hirn­lappens, ebenso die Hydrocephalus" . Weiterhin besonders erweiterten Gefässe und „mikroskopisch reichliche Bindegewebsneubildung im Gehirn und im obern Theile des Rückenmarkes" ; b) über den Verlauf des Klinikaufenthaltes ist zu lesen (Abb. 4), daß „einer hoch­gradigen motorischen Tobsucht gab der Sphacelus (Gangrän, der Verf.), der sich in * Benedek, I. : Semmelweis, Gondolat, Budapest, 1973.

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