Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 73-74. (Budapest, 1975)

TANULMÁNYOK - Dittrich, Mauritz: Előremutató elemek a romantikus természetfilozófia életdefinícióiban (német nyelven)

4. GESAMTEINSCHÄTZUNG Die Durchsetzung der physikalisch-chemischen Sicht des Lebens begann im 19. Jahrhundert nicht spontan. Die progressiven Vorstellungen erhielten durch den französischen Materialismus entscheidende Impulse, die sich so gewaltig auswirkten, daß selbst das „romantische Zwischenspiel in der Physiologie 4 ' 55 nicht in der Lage war, die Kontinuität des materialistischen Denkens zu verdrängen. Eine wissenschaftshistorische Analyse oft versteckter Arbeiten über Fragen der „Lebenskraft" erbringt den Nachweis, daß sich seit Blumenbach, Kielmeyer, Reil und Link tine Reihe von Ärzten und Biologen auf dem Boden einer induktiv arbeitenden Praxis bemühte, eine monistisch-materialistische Interpretation des Lebens zu erbringen. Dieses Bemühen ist nicht nur vor Schellings Naturphiloso­phie, sondern auch während der Zeit ihrer führenden Stellung deutlich nach­weisbar. Im Zuge der Auseinandersetzungen im Bereich von Naturwissenschaft und Philosophie bildeten sich — hier vereinfacht dargestellt — im wesentlichen drei Modelle von Lebensdefinitionen heraus: 1. Das Modell einer immateriell und unabhängig gedachten Lebenskraft mit der Fähigkeit einer nicht erklärbaren Gesamtsteuerung aller Lebensvorgänge (Auffassung der Vitalisten). 2. Das Modell einer differenzierten Lebenskraft, die nur partielle Funktionen bei Lebensprozessen besitzt (Blumenbach, Kielmeyer, Reil und Link). 3. Das Modell einer naturwissenschaftlich erklärbaren Lebenskraft, deren Funktionen mit induktiven Befunden der Physik und Chemie verständlich werden (progressive Empiriker). In der Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften setzte sich dieses progressive Modell durch, weil mit dem Auffinden von Gesetzmäßigkeiten und ihrer Anwendung der Praxis unmittelbar gedient wurde. Als Voraussetzung und Folge dieser Denkmethode trat nun das Experiment erneut in den Mittelpunkt der Forschung. Ebenso bedeutsam wurden die Konsequenzen für die Heraus­bildung der materialistischen Lebensdefinition mit der Erkenntnis der Primär­funktion des Stoffwechsels, der Auffassung von der umfassenden Einheitlichkeit des Stofflichen und damit der Materie als der einen Realität außerhalb des Bewußtseins. Das Verdrängen der spekulativen romantischen Naturphilosophie hatte aber auch zur Folge, daß zwischen der bisherigen Einheit von „Geistes"­und „Naturwissenschaften" ein unseliger schroffer Gegensatz auftrat. Összefoglalás Az életjelenségeknek fizikai-kémiai okokkal való magyarázata nem előzmények nélkül vált uralkodóvá a 19. században. Bizonyos előremutató elgondolások már ko­rábban jelentős ösztönzést kaptak a francia materializmustól, s még a fiziológia ún. 55 Rotschuh, K. E. : Geschichte der Physiologie. Berlin-Göttingen—Heidelberg 1953, S. 94

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