Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 66-68. (Budapest, 1973)

FORUM - Semmelweis kórtörténetének nyomában — Bécs és Budapest levelezése (magyar, angol és német nyelven)

der Ungarischen Akademie der Wissenschaften zu werden. Sein Werk wollte er mit seiner Photographie versehen, es den 22 Universitäten zusenden und zu diesem Zweck 100 Photographien anfertigen lassen. Bei der ersten Untersuchung in Wien wurde schon eine Veränderung am Mittelfinger rechten Hand im Sinne einer Gangrän gefunden, über deren Genese Semmelweis keine Auskunft geben konnte. Er war von grosser motori­scher Unruhe, raufte mit den Wärtern, wollte beim Fenster hinabspringen. Manche Worte konnte er nur schwer aussprechen, „ein leiser Lallenton" wird beschrieben. Der Gang war unsicher, breitspurig und so, als ob er den rechten Fuss nachschleppe. Tobsuchtsanfälle lassen ihn blau anlaufen, zittern und asth­matisch atmen. Die Veränderungen an der Hand sind indolent, sie breiten sich rasch aus. Einen Verband oder eine Behandlung der Hand duldet er nicht. Am 12. August 1805 ist er kaum noch ansprechbar, er lallt Unverständliches, am nächsten Tag wird ein Abszess im Bereich der linken Thoraxhälfte mit Gasentwicklung aus dem Eiter vermutet. Am Abend erfolgt der Tod. Die Leiche wird in das Pathologisch-anatomische Institut von Rokitansky gebracht. Meynert und Scheuthauer nehmen die Obduktion vor, deren Ergebnis Pro­fessor Schönbauer in dem beiliegenden Separatum wiedergibt. Zu erwähnen ist noch, dass der erste, am 14. Oktober 1858 geborene Sohn von Semmelweis nach 30 Stunden starb. Die Obduktion ergab einen Hydro­cephalus. Das zweite Kind starb 4 Monate alt, angeblich an einer Bauchfell­entzündung (Schürer-Waldheim, S. 125). Von Professor Georg Gortvay, Budapest VIII, Ülló'i út. 26 wurde ich schon wegen Mildner gefragt : Emanuel Mildner stammte aus Preitenhofen in Böhmen, studierte in Prag, war dann in der Wiener, später in der Prager, dann wieder in der Wiener Irrenanstalt tätig. 1865 ging die Verwaltung des Hauses aus der des Staates in die des Landes Niederösterreich über. Mildner arbeitete hier als Primararzt, bis er Direct. Leiter der Irren-Siechen- und Versorgungsanstalt Klosterneuburg, die als „Filiale" der Wiener Anstalt 1870 errichtet wurde und der Aufnahme der ungefährlich weiblichen Geisteskranken diente, wurde. 1880 trat Mildner in den Ruhestand, er starb am 8. Dezember 1881. Zweifellos hat Mildner keine grosse Bedeutung gehabt. Bei seiner Tätigkeit in der Landesirrenanstalt war ihm als Direktor Regierungsrat Josef Riedel vorgesetzt, der als einer der Reformatoren des österreichischen Irrenwesens gilt (siehe auch Schürer-Waldheim S. 220). Riedel war zweifellos im Besitz des psychiatrischen Wissensgutes seiner Zeit. Damit glaube ich, sehr geehrter Herr Doktor, Ihre Fragen beantwortet zu haben, doch bitte ich Sie, zunächst von einer Auswertung abzusehen, bis ich meine zu Anfang dieses Breifes vorgeschlagene Publikation vorgelegt habe. Mit besten Empfehlungen Dr. Jantsch

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