Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 66-68. (Budapest, 1973)

FORUM - Semmelweis kórtörténetének nyomában — Bécs és Budapest levelezése (magyar, angol és német nyelven)

AUF DER SPUR DER KRANKENGESCHICHTE VON S E M M E L W E I S — KORRESPONDENZ ZWISCHEN WIEN UND BUDAPEST — VORWORT DES REKTORS DER MEDIZINISCHEN UNIVERSITÄT „SEMMELWEIS" nläßlich des 200jährigen Jubiläums der Budapester Medizinischen Univer­sität „Semmelweis" konnten wir aus vollster Überzeugung von einer erfolgreichen Zusammenarbeit, von herzlichen Beziehungen zwischen Wien und Budapest beziehungsweise der österreichischen und ungarischen Medizinhisto­riker sprechen. Das Geschenk der Wiener Universität — mit der einleitenden Studie von Frau Professor Erna Lesky — wurde gerade in diesem unseren Band veröffentlicht. Das Ergebnis dieser guten Zusammenarbeit waren die reichen Früchte in der Semmelweis-Forschung, die gemeinsamen Anstrengungen zum Zwecke eines realeren und wahrheitsgetreuren Semmelweis-Bildes. Erna Lesky setzte sich in ihren — bereits erwähnten — Büchern und Studien in sehr großem Maße hierfür ein und trug auch zum Erfolg der ungarischen Forschung bei. Sie war stets ein ausgezeichneter Diplomat in bezug auf die Zusammenarbeit der ungarischen und österreichischen Medizinhistoriker, und wir hoffen, daß sie es auch künftig bleiben wird. In diesem Geiste, im Glauben, der Wahrheit im Bereich der Wissenschaft einen Dienst erweisen zu können, begannen wir mit der Nachforschung nach der verschwundenen Krankengeschichte von Semmelweis und weiteren Anlagen. Ein älterer ungarischer Forscher, und zwar Dr. István Darvas, übergab unserer Universität das in seinem Besitz befindliche Korrespondenzmaterial und bat den Rektor der Budapester Medizinischen Universität „Semmelweis", das Material, das sich bei Organen, die den Wiener Stadtbehörden unterstehen, befindet, in Augenschein zu nehmen und das darum entstandene Rätsel zu lösen. Diesen Hinweis in Betracht ziehend, traten wir mit leitenden Beamten der Stadt Wien, darunter auch mit Herrn Bürgermeister Bruno Marek, in briefliche Verbindung — doch vergebens. Zunächst berief mar* sich auf juristische Hin­dernisse, später dann — das überraschendste „Argument" bringend — unter­richtete man uns von dem Verschwinden der Dokumente im Jahre 1963. Wir baten auch die Wiener Universität und Frau Professor Erna Lesky um Unter­stützung, da diese als Semmelweis-Forscherin auch persönlich an den Schrift­stücken interessiert ist, doch erwiesen sich all unsere Kraftanstrengungen als vergeblich. Aus diesem Grund faßten wir den Entschluß, wobei wir gleichzeitig keinerlei

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