Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 62-63. (Budapest, 1971)

TANULMÁNYOK - Sattler Jenő: Arisztotelész műveinek egészségügyi vonatkozásai

Aristotelis Opera Omnia. Graece et Latine cum Indice Kominum et Rerum Absolutissimo. Volumen tertium. Parisiis Editoré A. F. Didot (1854) MDCCCL1V. Aristotelis de animalibus Históriáé, Paris Firmin Didot Frères, Fils et Co. Libraires, 1863. Aristoteles, Naturgeschichte der Thiere übersetzt und mit Anmerkungen be­gleitet von Dr. Friedrich Strack, Frankfurt am Main 1816. Register über alle vorgekommenen Thiernsmen. Aristoteles, Thierkunde. Kritisch-Berichtigter Text. Dr. H. Aubert und Dr. Fr. Wimmer. Leipzig, 1868. Zusammenfassung Aristoteles wurde 384 v. Chr. in Stagira geboren, weshalb er oft „Stagirite" ge­nannt wird. Sein Vater, Nicomachus, war Arzt. Im Alter von 18 Jahren ging ef von Thrakien nach Athen, wo er Schüler Piatons wurde. Eine kurze Zeit hindurch lebte er am Hof Philipps, des Königs von Makedonien, als Erzieher von dessen Sohn, Alexander. Später kehrte er nach Athen zurück, wo er 12 Jahre lang im Gymnasion neben dem Tempel des Apollo von Lykeios, in der von ihm gegründeten Schule wirkte. Diese wurde die „peripatetische" (griechisch „peripateüi") genannt, da Aristoteles seine Vorträge gerne während des Gehens hielt. Nach dem Tode Ale­xanders des Grossen wurde er wegen seiner Freundschaft mit dem König verfolgt und der Gottesleugnung angeklagt. Deshalb begab er sich auf die Flucht und starb kurze Zeit später, 322 v. Ch., in Chalkis, auf der Insel Euboea. Er hat sehr viel geschrieben, seine Werke sind uns jedoch nicht unversehrt erhalten geblieben. Viele der Werke werden ihm allein zugeschrieben, aber auch zahlreiche den Aufzeichnungen seiner Schüler. Seine Werke lassen sich in folgende Gruppen teilen: Logik — Naturwissenschaften, bzw. Physik; Ethik und Politik; Literatur. Aristoteles ist der Begründer des Realismus. Da er Schüler Piatons war, schrieb auch er der Idee fundamentale Bedeutung zu — nur dass bei Piaton die Idee unab­hängig von der realen Welt ein eigenes selbständiges Dasein hat. Bei Aristoteles sind die Ideen in der konkreten Wirklichkeit, in den individuellen Dingen enthalten. Die typischen Formationen kommen durch die ständige Entwicklung der Natur zustande: die organischen Gesetze der Entwicklung herrschen gleichermassen im Weltall und im kleinsten Atom, „Materie" tmd „Form" sind die Faktoren der Entwicklung. Die Form, die an die Stelle der Platon'schen Idee iritt, i?,t jene Kraft, die der Materie Gestalt und Proportion verleiht und dadurch die in der Materie vorhandenen Möglichkeiten verwirklicht. Mit dieser Feststellung wird Aristoteles Zum Begründer des Dualismus, d. h, jener wissenschaftlichen Auffassung, welche die Welt auf zwei Prinzipien zurückführt. Seine dualistische Weltanschauung stimmt mit dem Begriff des Körpers und der Seele überein. Die Realität — die letzten Endes das Weltall bildet — kann sich dann von Wesen unterster Ordnung zu solchen höchster Ordnung umwandeln. Die Bewegung wird von einem immateriellen, unbeweglichen Endfaktor gesteuert — dem göttlichen Geist, dem reinen Denken. Die Formen wurden durch den Gedanken zu lebender Wirklichkeit. Die Ethik von Aristoteles bedeutete in der Entwicklung der Wissenschaft einen grossen Fortschritt. Seiner Darlegung gemäss ist jenes das erhabenste Gefühl, das

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