Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 62-63. (Budapest, 1971)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK - Kaiser, Wolfram—Völker, Arina: Soproni orvosok hallei és wittenbergi vonatkozásai (német nyelven)

Auch er ist einst Schüler des Gymnasium Semproniense gewesen und besinnt sich in seinem Curriculum vitae gern auf diese Zeit: „Hoc animo traditus in disciplinam Gymnasii Evangelicorum Semproniensis, nactusque spectatos in arte docendi praeceptores, DEO labores et conatus meos fortunante, eas faciebam in studiis humanioribus progressiones, ut mens mea cupi­ditate discendi in dies magis avenderetur, nec parentibus , iudicio magistrorum confir­matis, displiceret persequendi studia propositum" [15], Auch Neuhold erwähnt nicht ausdrücklich einen Aufenthalt in Halle, sondern referiert lediglich sum­marisch „Academicas Saxoniae musas adire constitui". Nach Sopron zurückge­kehrt, übernimmt er zunächst die Genselsche Praxis, als dieser am 31. August 1720 verstirbt. Ein von Gensei ausgesetztes Legat kommt nun der Kaiserlichen Akademie der Naturforscher zugute. Neuhold wird schliesslich das Amt eines Komitatsphysikus von Nógrád und dann das eines Provinz- und Garnisonsarztes von Komárom (Deutsch Komorn, slowakisch Komarno) übertragen, bevor ihn seine ärztlichen Aufgaben wieder nach Sopron zurückführen. Das Genselsche Physikat geht nunmehr auf den einstigen „Hallenser" Liebezeit über, der am 24. Juli 1721 auch die Mitgliedschaft der Leopoldina erhält. Drei Jahre später •— inzwischen absolvierte mit Andreas Kleinroth aus Rust (Immatrikulation am 10. Oktober 1719) ein weiterer Hungarus aus der engeren Heimat des neuen Stadtphysikus sein Theologiestudium in der Saalestadt — kommt der eingangs mehrfach erwähnte F. E. Brückmann nach Sopron, das sich um diese Zeit von einer schweren Pockenepidemie bedroht sieht [16]. Später wird Brückmann in seinen „Epistolae Itinerariae" über die Stadt berich­ten: „Sempronium, Germanice Oedenburg dictum, quoniam haec urbs ab Imperatore Carolo M. et Henrico III. ferro et incendiis vastata et reddita fuit, Eysenstadio duo miliaria distat, . .[17]. In einer ergänzenden Mitteilung rühmt er dann nochmals: „Locus alias et perquam amoenissimus , saluberrimus, ac jucundissimus" [18]. Bei seiner Beschrei­bung des Ärzte- und Apothekerwesens von Sopron fällt auch der Name von Liebezeit: „Urbs duas portas majores et unam minorem habet ; it. duas apothecas pharmaceuticas Evangel. Physicus urbis erat D. Härtung, Romano-Catholicus ; et D. Liebezeit, Evangel, poliater celeberrimus est. Physicatus hic loci est dignitas ambulatoria, Medicus Rom. Cathol. ad dies vitae ista gaudet, quo mortuo, Medicus Evangel, in ejus locum succedit" [5]. Acht Jahre später schickt sich der seinerzeit in Wittenberg gewesene (1716) und nun in Késmárk praktizierende Arzt Daniel Fischer (1695-1746) an, eine ungarische Ärztevereinigung zu begründen [19]. Er verfasst eine Epistola in­vitatoria und stellt ein Gremium zusammen, das für die einzurichtende wissen­schaftliche Zeitschrift als Schriftleitungskollektiv dienen soll. Dazu gehören nun zwei Sempronienses: der einstige „Hallenser" Liebezeit und der frühere „Wittenberger" Neuhold. Die Pläne für eine derartige Gesellschaft kommen leider nicht zur Realisierung ; nach wie vor erscheinen die Publikationen auch

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