Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 60-61. (Budapest, 1971)

TANULMÁNYOK - Kaiser, Wolfram -Piechocki, Werner: A Madai-orvosdinasztia Halléban (német nyelven)

muß die Kaiserliche Akademie ihre Siegelpresse und das Original eine Dota­tionsurkunde verpfänden : Madai streckt das Geld vor 53 . Das Ende des Siebenjährigen Krieges bringt für Madai gleichzeitig auch eine persönliche Freude: der einzige ihm verbliebene Sohn erwirbt am 4. Januar 1763 den medizinischen Doktorgrad; von nun ab steht-er ihm als Mitarbeiter zur Seite. Karl Samuel Madai hat sich inzwischen eine Münzsammlung angelegt, die er nach und nach komplettiert; sie bringt ihm den Ruf eines führenden Numis­matikers ein. Als 1765 das Lutherische Gymnasium in Halle seinen 200. Stif­tungstag feiert, läßt Madai aus diesem Anlaß nach eigener Konzeption eine Denkmünze prägen 51 ; außerdem bringt er jetzt ein mehrbändiges „Münz­kabinett" heraus" 5 , das ihm auch in dieser Beziehung internationale Beachtung einträgt. Das Werk ist dem deutschen Kaiserhaus gewidmet; und es ist sicher kein Zufall, daß diese Widmung parallel läuft mit seinem Antrag auf Renouvellie­rung des alten Adelstitels. Diesem Antrag wird stattgegeben: die Madais nennen sich fortan „von Madai". Das alte Familienwappen ziert jetzt wieder den Madaischen Besitz: im Wappenschild ein laufender Fuchs auf blauem Grund, darüber ein weißer nach außen gekehrter Halbmond und ein goldener Stern. Die mit einer Krone versehene heraldische Helmzier zeigt einen barhäuptigen Mann in ungarischer Uniform, der in der Rechten ein Schwert hält, auf das ein Menschenkopf gesteckt ist. Zweifellos sollte dieses Wappen ein Ereignis aus den Türkenkriegen und die Verleihung des Schwertadels symbolisieren. Die Narben der im Siebenjährigen Krieg schwergeprüften Saalestadt heilen nur langsam — die Madaische Firma blüht immer weiter auf. In einem Schrei­ben aus dem Jahre .1.768, das Madai an den preußischen König richtet, kann der Leiter der Expedition voll Stolz auf die wirtschaftlichen Vorteile hinweisen, die der Staat und viele Berufszweige der Stadt Halle vom Vertrieb der Medikamente haben. Er betont mit Recht: „Ew. Königl. Mayst. allerhöchstes Interesse ist durch diese Richterische Waysenhaus Medicin merkl ich und zunehmend von Jahren zu Jahren befördert. Nicht nur haben die Simplicia welche zur Ausarbeitung dieser Medicamentorum kommen, gar viele Accise Abgaben entrichtet sondern es haben auch die Tischler, Schlößer Leder-Arbeiter, Buchbinder und Seiler, welche zu Verfertigung derer Behältniße worinnen die Waysen­haus Medicin versendet wird, gehalten werden, mit ihren Familien davon gelebt. Die wegen dieser Medicamentorum haltende Correspondence, die Verschreibung und Ver­sendung der Medicin hat Ew. Königl. Mayst. Post-Cassen an Porto und Postfracht­geldern gantz unglaubl(iche) Summen eingebracht. Allein alles dieses muß aufhören, wann die wahre Richterische Waysenhaus Medicin durch Pfuscherey nachgemachet, das Richterische Medicamenten Siegel betrüglich nachgestochen, der Richterische Waysen­haus Medicamenten Bericht corrupt und unrichtig nachgedruckt und dieser Pfuscher 53 Archiv der Deutschen Akademie der Naturforscher (Leopoldina); Briefarchiv Nr. 580 54 Weißenborn, B. (Hrsgb.): Rundes Chronik der Stadt Halle 1750-1835. Halle 1933, S. 271 r ' 5 Madai, D. S. v.: Vollständiges Thaler-Cabinett etc. Königsberg 1765-1707

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