Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 60-61. (Budapest, 1971)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK — ELŐADÁSOK - Kaiser, Wolfram—Piechocki, Werner: Az eperjesi Raymann-orvoscsalád és hallei vonatkozásai (német nyelven) 2O7

In diesen Jahren schickt Raymann regelmäßig wissenschaftliche Beiträge an die „Acta physico-medica" der Kaiserlichen Akademie der Naturforscher, so Z. B. „De pathologia Stranguriae in gravidis" (Anno 1728 d. 20. Apr. Epericense Aug. Vind. missa) und „De vomitus sebacei origine" (Eperieso Altdorfium d. 18. Octob. 1732 missa) : die Abhandlungen erscheinen in Vol. II und III. Als sich dann das Zentrum der Akademie durch die Präsidialtätigkeit von Andreas Elias Büchner (1701-1769) nach Erfurt verlagert, gehen Raymanns Manuskripte nunmehr dorthin ab, so die „Fallacia ami vuarum vegetabilis ulterius demonstrata" (Eperieso Erfordiam missa d. 24. Febr. 1741) und „De lochiorum absoluta necessitate et emanentium salutari terminatione" (Eperieso Erfordiam missa d. 6. Oct. 1744). Schon zu diesem Zeitpunkt sind aber Raymanns Kontakte zu Halle sehr eng — obwohl er selbst offenbar nie in der Saalestadt war. Man möchte prima vista meinen, daß diese Verbindungen Raymanns nach Halle vorwiegend durch die Mitgliedschaft zur Leopoldina zustande gekommen wären — das könnte dann aber erst ab 1745 gelten, als Büchner einen Ruf als * Ordinarius an die Academia Fridericiana Halensis annimmt und das Organi­satorische der Gesellschaft nunmehr ebenfalls von Halle aus regelt. Aber Ray­mann korrespondiert schon wesentlich früher mit halleschen Wissenschaftlern, und zwar vor allem mit Sigmund Jakob Baumgarten (1706-1757) und dessen Bruder Alexander Gottlob Baumgarten (1714-1762). Sigmund Jakob Baumgarten gehört damals zu den führenden Geisteswissen­schaftlern Deutschlands; seine Biographen werden ihn später als die Brücke zwischen dem Pietismus hallescher Prägung des 1727 verstorbenen August Hermann Francke und dem Rationalismus von Johann Salomo Semler (1729­1791) bezeichnen. Voltaire nennt den vom Wölfischen Geiste geprägten Baum­garten die Krone der Gelehrsamkeit, der als Versöhner von Philosophie und Frömmigkeit verstanden sein wollte und den Durchbruch des heimlichen Rationalismus der Pietisten in einer Art „Übergangskrisis 4 ' formierte 17 . Diesem Sigmund Jakob Baumgarten vertraut Johann Adam Raymann die Erziehung seines Sohnes an. SAMUEL RAYMANN reist im Herbst 1733 nach Halle und trägt sich am 12. Oktober als Medizin­student in die Matrikelliste der Universität ein, hört aber zunächst wohl aus­schließlich die philosophischen Vorlesungen seines Mäzens Baumgarten und die Kollegs des Magisters Ernst Carl Wigand, der „Mathesin puram, Metaphysic, Philosophiam practicam universalem und das ius naturae" ankündigt 18 . Außerdem genießt er den Unterricht von Christian Ernst Berth, der ab 1734 als Lehrer 17 Wolf, E. : Sigmund Jakob Baumgarten 1706-17S7. In: 250 Jahre Universität Halle, S. 68-69. Halle 1944 18 Wöchentliche Hallische Anzeigen XLV, 7*15 (1735)

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