Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 55-56. (Budapest, 1970)

KISEBB KÖZLEMÉNYEK - Mozsonyi Sándor: Semmelweis munkásságának néhány gyógyszerészeti és kémiai vonatkozása (német nyelvű közlemény)

liehen, ersten genialen Gedanken von Semmelweis zurück, als sie die Verwendung von 2 Chlorogén Tabletten (Benzolsulfonchloramid-Natrium; Neomagnol) auf 1 Liter Wasser vorschreibt mit Essig gesäuert. Im Hinblick darauf, dass eine solche Tablette mit Säure wenigstens 26% sog. „wirksames Chlor" entwickelt, musste man daher die Hände der Hebammen mit etwa 0.52 °/ 00 auf die obige Weise hergestellte Chlorlösung desinfizieren. Diese beinhaltet um das zehnfache weniger Chlorgas, als das von Semmelweis anfangs gebrauchte ungefähr 0,5% -ige Chlorwasser. Die Hebammen verrichten heutzutage in den therapeutischen Anstalten (oder wenn die Entbindung nicht dort stattfindet, auch in den Dörfern) ihre Hilfleistungen streng nach der ärztlichen Anweisung, mit jenem zeitgemässen Desinfizierungsverfahren, welches der Arzt für das angebrachteste betrachtet. Im Laufe der Zeit worden viele andere Verfahren für die Desinfizierung der Hände eingeführt angefangen mit dem 70—80%-igen Alkohol durch's Ammoniak bis zu die modernste Sterogenol-, bzw. Hexachlorofen-Lösung (siehe das Buch von István Vitéz — Tivadar Hüttl „Chirurgische Hygiene" in Ung.), die zusam­men mit der Anwendung von sterilen Gummihandschuhen, in letzter Reihe mit den Gebrauch von Chemotherapeutika und Antibiotika eine sehr grosse Sicher­heit gewähren. Gas Ergebnis davon ist — sicherlich auch anderswo — dass sich Z. B. an der II. Budapester Frauenklinik seit 1948 kein einziger Todesfall von Kindbettfieber ereignet hat. Endlich wollen wir die verwandtschaftlichen Bände von Semmelweis zu Pharmazeuten erwähnen. Die Mutter Semmelweis' war Terese Müller, über derer Vater an der S. 33 des Buches von Gortvay-Zoltán folgendes zu lesen ist: „Der Wagenfabrikant Philipp Müller war einer der reichsten Bürger in Ofen, Aus drei Ehen hatte er 3 Töchter und einen Sohn: Bernhard Müller (1810—1901). Der Sohn von Bernhard Müller war Baron Kolomann von Müller, Universitätsprofessor an der medizinischen Fakultät, Präsident des Landesrates für Gesundheitswesen von 1898 bis 1926. Von der ersten Frau Philipp Müller ist Terese, die Mutter von Semmelweis geboren." Bernhard Müller also — über den dieser Text nicht erwähnt, dáss er ein Apotheker ist — war ein Onkel von Semmelweis. Im Band I. des zweibändigen Werkes von János Baradlay und Elemér Bár­sony : „Die Geschichte der Pharmazie in Ungarn" finden wir auf der S. 133 folgende Angaben über Bernhard Müller : „Dr. Bernhard Müller (1810—1901) Pharmazeut nahm regen Anteil an den Bewegungen der Fakultät. Er übte eine bedeutende Tätigkeit auf dem Gebiet von verschiedenen Wissenschaften aus, aber mit besonderer Vorliebe kultivierte er die Botanik und die Pharmakog­nosie. Die Ergebnisse seiner Tätigkeit teilte er in in- und ausländischen Fach­zeitschriften mit. Als Anerkennung seiner wissenschaftlichen Verdienste hat ihn die Pester Universität in den 1850-er Jahren mit dem Doktorendiplom an der philosophischen Fakultät honoris causa ausgezeichnet. Er war Inhaber der Apotheke „zum Erlöser" an der Kerepeser (heute Rákóczi-) Strasse Nr. 12 und als solcher war er als ein pedanter, bis zum äussersten

Next

/
Oldalképek
Tartalom