Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 46-47. (Budapest, 1968)

KÖNYVSZEMLE - Korányi Sándor emlékkönyv (Német nyelven)

Verdienste des Meisters und Lehrers der heutigen Internisten-Generation. Dies alles können wir im diesen Bande auffinden. Gesundheitsminister Zoltán Szabó bestimmte Korányis Platz in der Entwicklung des ungarischen Gesundheitswesens, und stellte sein Beispiel vor die heutige Ärztegeneration hin. Professor József Sós zeichnete das Porträt des Universitätsprofessors mit lebhafter Kraft und einer auf das Wesent­liche richteten Bündigkeit. Károly Tóth, Rektor der Universität in Szeged führte seinen Zuhörern den geistigen Testament Korányis vor. Seinem Vortrag kam ein packender Wert durch folgende Worte Korányis zu, die er zitiert hatte : „Nur jene, ihren Träumen vertrauende, aktive und kräftige Menschen können eine Welt, die vom Schönen, Guten und Wahren regiert wird, in der und für die zu leben würdig ist, verwirklichen, die den Stoff zu bearbeiten, nötigenfalls zu zermalmen, dann aber in Formen zu giessen, die den menschlichen Zielen entsprechen, und sie zu beleben fähig sind." Die grösste Wirkung hatte gewiss der Vortrag von István Rusznyák, dem Vorsitzen­der der Akademie. Als Korányi-Schüler, im Geiste von Korányi und mit An­wendung seiner Forschungsmethoden und mit deren Weiterentwicklung berichtete er über die Ergebnisse der Forschungen über die Funktion der Hypophysen-Nieren­rinde. Die feierlichen Worte von Pál Gegesi Kiss — teils vor der Sitzung, teils bei der Eröffnung der Sándor Korányi — Gedenkausstellung — bestimmten die Bedeu­tung der ganzen Feierlichkeitsreihe. Ebenfalls ein würdiges Andenken setzte dem grossen Meister Professor Imre Magyar, der am Grabe auf das grossartige Idealbild aufmerksam machte, dessen zu gedenken nicht nur möglich, sondern auch würdig ist. Nach der Gedenksitzung im J. 1966 war es noch angebracht, dass im Februar 1967 auch die Ungarische Medizingeschichtliche Gesellschaft eine besondere Feier­stunde veranstaltete. Da wurde der Vortrag über Korányi von Gyula Regöly-Mérei auszugsweise verlesen. Seinen vollständigen Text finden wir im diesen Bande. Mit gleichsam monographischem Anspruch — anhand von Quellenmaterial — macht er uns mit der Geschichte der Familie und mit dem Beginn von Korányis Laufbahn • bekannt. Es folgen weiter die kurzgefasste Geschichte der Nierenphysiologie und der Nierenpathologie, eine Zusammenfassung von Korányis Nierenforschungen, seine weitere Tätigkeit, seine Professorenwirkung und die Zusammenfassung seiner ärztlichen Auffassungen. Endlich berichten Vilma H. Boros über den in der Handschriftensammlung der Bibliothek der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Endre Réti über den in der Bibliothek der Ärztewissenschaftlichen Universität, József Antall aber über den im Semmelweis Medizingeschichtlichen Museum und in der Medizinge­schichtlichen Landesbibliothek aufbewahrten Nachlass von Korányi, wobei wir über die verbliebenen Gedenkgegenständen und Dokumentationsmaterial Auskunft erhalten. Die gut redigierte und schön illustrierte Arbeit vermag nicht nur mit dem Inte­resse der Fachkreisen rechnen, sondern mit jenem all derer, die das Andenken von grossen Gestalten der Vergangenheit aufbewahren. — * Die im Korányi — Gedenkbuch figurierende Csucs'sche Gedenkmünze wurde in die Publikation irrtümlich aufgenommen worden, wurde sie doch nicht zum An­denken von Sándor Korányi geprägt, der im diesen Band gefeiert und besprochen wird, sondern zum Jubiläum des Lungenspezialisten Sándor Korányi.* (A. J.) * A Korányi Emlékkönyvben szereplő Csúcs-féle emlékérem tévesen került a közleménybe, mivel azt nem a jelen kötetben tárgyalt és ünnepelt Korányi Sándor emlékére adták ki, hanem a tüdőgyógyász Korányi Sándor jubileumára készítették. (A. J.)

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