Antall József szerk.: Orvostörténeti közlemények 46-47. (Budapest, 1968)

ADATTÁR - Antall József—R. Harkó Viola—Vida Tivadart: Semmelweis Ignác összegyűjtött kéziratai

Semmelweis Ignác gyermekkori verse [anyai nagy atyjához, Müller Fülöphöz és nagyanyjához, Müllerné Anderlin Mária Teréziához (Buda)] 1825 A Ein Kindheitsgedicht von Semmelweis [i] (Originalfassung) Liebe Grossmutter ! (Lieber Herr Grossvater !) [2] Ich bin noch sehr klein Um vieles zu wissen Sie werden mit wenig zu frieden Seyn müssen, doch wünsch ich den Segen des Himels für Sie Auf rosen zu wandeln die blühen für sie Gehorsamer Sohn Semelweis Ignatz [3] 1825 BEMERKUN GEN [1] Die Kindheitsgedichte von Ignác Semmelweis sind unter Nr. 67. 406. 1-2. der Fachsammlung XL (Historische Dokumentation) des von Semmelweis benann­ten Medizingeschichtlichen Museums zu finden. Ursprünglich kaufte sie die Medizingeschichtliche Landesbibliothek von der Familie an. Der unterer Teil des Papierstückes, auf welchem das Gedicht zum Grossvater steht, ging im J. 1966 in der Restaurationswerkstatt des Ungarischen Landesarchivs verloren. [2] Der Text der zwei an die Grosseltern gerichteten Gedichtlein ist — die Anreden ausgenommen — identisch. Man kann annehmen, dass er aus irgendwelchem, im jenen Zeitalter bekannten gesellschaftlichen Hausbuch ausgeschrieben wurde, und zwar deutsch. — Die deutsche Sprache des Gedichtleins macht uns nicht nur der in Buda verbreitete Gebrauch dieser Sprache begreiflich, sondern auch der Umstand, dass Philipp Müller aus Bayern nach Ungarn kam. [3] Vom Schriftcharakter ist zu schliessen, dass wir wahrscheinlich nicht, mit einer eigenen Handschrift von Semmelweis zu tun haben, da er doch im J. 1825 erst 7 Jahre alt war, während diese als Erwachsenenschrift erscheint und zwar jene seiner Mutter, wie sie wir in ihrer eigenhändigen Testamentsunterschrift be­sitzen. (S. Archiv der Haupstadt. Ofener Archiv. Testamenta II. c. 864, in Fotokopie: Semmelweis Medizingesch. Museum, Belegensammlung Nr. 29-66). Ihre Mitteilung ist aber durch eine frühere Bemerkung von György Korbuly begründet : „im Besitz der Familie Semmelweis befinden sich auch zwei deutsch­sprachige, von Semmelweis eigenhändig aufgezeichnete, aus dem J. 1825 stam­mende Begrüssungsgedichtlein aus seinem Kindesalter, welche wohl gelegentlich des Namens- oder Geburtstages des Grossvaters und der Grossmutter ge­schrieben worden waren." (In : Orvosképzés, Heft 4, Jhrg. 1940, S. 632. ungarisch).

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