Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 38-39. (Budapest, 1966)

Bakardjiew, Wassil N.: A Popov-féle sejtstimulációs tan

thérapie zu positiven Heilerfolgen führen kann. Man muß nur die Grundprinzipien der Stimulation in der Medizin nicht nur auf dem Gebiete der physikalischen Therapie einschl. Balneotherapie und Moortherapie, sondern auch auf allen Gebieten der Medizin bzw. der Therapie, richtig anwenden können, d. h. in einem individu­ellen Behandlungsplan entsprechend der Persönlichkeit und dem Zustand des Patienten. Es ist sehr interessant die Gedanken von ]. Grober in seinem „Klinischen Lehrbuch der physikalischen Therapie", Jena, 1950, zu erwähnen. Auf Seite 8 schreibt er: „Wir wissen heute, daß das durchaus nicht der Fall ist, daß es bei der » Gift «-Wirkung der Arzneien und aller chemischen Ener­gien, genau so wie bei den physikalischen, neben der persönlichen Reizschwelle durchaus und vornehmlich auf die Dosis und die Dauer der Einwirkung ankommt, daß man — in genügender Dosis angewandt — Gesunde und Kranke genau so mit Sonne, Strahlen, Wasser, Elektrizität, Röntgen und Radiumenergien »vergiften«, schädigen, krank machen, ja sie töten kann, wie mit Arzneien und Chemikalien". All das ist wieder und völlig im Sinne der Zellstimulation. Die sog. „persönliche Reizschwelle" wird bei richtiger Dosis optimale Stimulation, die bei der richtigen Anwendung des Heilmittels in einer bestimmten Menge und in einer gewissen Zeit das Ziel der Therapie erreicht, den Menschen gesund zu machen. Noch wich­tiger ist, daß Grober auch im Sinne der Popoff'schen Zellstimu­lation alle Arzneien als Stimulanten betrachtet. Dasselbe Prinzip der Hebung von Abwehr- und Heilkräften der menschlichen Natur durch verschiedene Mittel und insbesondere durch physikalisch­therapeutische Agentien ist auch in der Lehre Popoffs zu finden. Es ist notwendig auch zu ergänzen, daß der Begriff „Reiz" in der Therapie vom Standpunkt der Zellstimulationslehre eine richtige Erklärung finden kann. Der Reiz an sich, oder richtig gesagt, die Reize sind als eine Stufe, eine Schwelle zur Stimulation, zur Hebung der Lebens­prozesse und in therapeutischem Sinne zur Behandlung und Gene­sung des Organismus zu betrachten, als Einheit, als Zellenkomplex.

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