Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 38-39. (Budapest, 1966)

Bakardjiew, Wassil N.: A Popov-féle sejtstimulációs tan

d. s. g. negative Brownianismus, der die kräftigsten Mittel und Dosen empfehlte. So wurde der Aderlass — das allheilende Mit­tel. Vieussieux empfehlte die Blutenziehung bei allen Entzündungen. So wurde diese Diathesis di Stimolo eine ganz gefährliche Be­handlung. Patienten bekamen große Dosen von Emetika kombiniert mit Aderlaß, der den Organismus so erschöpfte, daß viele von ihnen starben. So ist klar, daß der Begriff „Stimulus"' „Kontrastimulus" in damaligen Zeiten noch keinen richtigen Inhalt hatte, wie jetzt, und daß der damalige Brownismus an sich ein Beweis ist, wie in der Geschichte der Therapie keine richtige Lösung der stimulie­renden Wirkung der Arzneien gab, weil weder die Therapie, noch die Praxis in der damaligen Entwicklung der Medizin auf der Höhe waren diese Aufgabe zu erfüllen. Eine spätere Stufe für die Entwicklung der Lehre der Stimula­tion in der Medizin ist die Dissertation des großen russischen Gelehrten E. O. Muchin- (17(36 — 1850). Im Jahre 1804 in Göttingen erschien seine Doktorarbeit betitelt: „De stimulis, corpus humanuni vivum afficientibus" („Über die Stimulen, die auf den lebendigen menschlichen Körper wirken"). Die Lehre Muchin's wurde von ihm Kentrologie genannt, d. h. Wissenschaft für Stimulieren, Erhebung, Aufregung etc. Nach Muchin ist Stimulus jeder Stoff, der die Lebenspozessen fördert, aufregt, wie Luft, Sauerstoff, Wärme, Elektrizität, Blut, Licht, Schall (Hörschall), Nahrung, Getränke etc., alles was die Umwelt darstellt. „Alles was die Lebens­kraft fördert, aktiviert, nennen wir Stimulus, die Erscheinung infolge dessen — Stimulatio." Muchin verteilte die s. g. Stimulen in drei Gruppen, einzelne, allgemeine und gemischte. Ferner wurden sie noch in mehreren Gruppen klassiert, so dass alle stimulierende bzw. reizwirkende Mittel eingegliedert waren. Die sämtlichen Heilmittel, Medi­kamente, chirurgischen Eingriffe, physiotherapeutischen Prozedu­ren etc. gehörten selbsverständlich dazu. In seiner Klassifikation bemühte sich Muchin auch die Individualität des Menschen zu be­absichtigen. So wurde von ihm ein ganzes System in der Medizin und in der Therapie geschaffen, die in der Geschichte der Wissen-

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