Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 33. (Budapest, 1964)

Dr. Frantisek Pachner: Semmelweis és Prága

Einflüssen abhängt, von denen der Genius epidemicus, das Miasma, die Atmosphäre, nervöse Zustände und ähnliches eine bedeutende Rolle spielen; dass also das Puerperalfieber in der Frau eigentlich schon vor der Entbindung vorbereitet ist und aber die Krankheit nur durch Einwirkung äusserer Einflüsse ausbrechen kann. Das schrieb er als er erst 25 Jahre alt, 2 Jahre nach der Promotion und noch nicht einmal Klinischer Assistent war. In seiner Opposition verharrte er beinahe sein ganzes Leben lang. Als er nach Kiwisch Abgang, als 29 jähriger, selbst Vorstand der Würzburger Klinik geworden ist und als es ihm später gelungen ist in Würzburg eine neue — für die damalige Zeit vorzüglich ausgerüstete Klinik auszubauen, auf die er sehr stolz war, so hat er im Kampf gegen Semmelweis auch dann nicht nachgelassen, obgleich er auch in der neuen Anstalt einer grauenerregender Mortalität der Frauen an Kindbettfieber zusehen musste. Scanzonis Opposition war von grosser Bedeutung. Einerseits deswegen, weil er ein ausserordentlich fähiger Mann war, ein gros­ser Geist und vorzüglicher Geburtshelfer, ein fleissiger Kliniker und Lehrer, der die Fähigkeit hatte seiner Opposition durch seine kämpferische Art und durch die vollendete Form seiner Sprache gehöriges Gewicht zu verleihen. Die Fälschungen in seiner ge­schickt frisierten Statistiken liessen sich nur mit viel Mühe ent­larven. Er war ein Mensch von Weltruf. Semmelweis selbst nannte ihn „den ersten Geburtshelfer Deutschlands,,. Schon als Assistent bei Jungmann erfreute er sich in Fachkreisen eines vorzüglichen Rufes. Im Laufe der Jahre wurde aus ihm einer der hartnäckigsten und ernstesten Gegner von Semmelweis; aber auch einer der unredlichsten. Zur Zeit, als er in harten Polemiken mit Semmelweis und Skoda verwickelt war, war er im Stande dem Landesgubernium von Böhmen einen Antrag auf gewisse Verbesserungen in der Gebäranstalt zu stellen und die Durchführung detaillierter Ver­suche zwecks Feststellung der Ursache des Kindbettfiebers vor­zuschlagen und begründete seinen Antrag mit folgenden Worten: „. ., damit dem häufigen und verheerenden Auftreten des Kind­bettfiebers in der Prager Gebäranstalt Einhalt geboten wird . . . und damit der akuten Aufflammung des Kindbettfiebers intensiv und extensiv Einhalt geboten werde".

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