Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 32. (Budapest, 1964)

Dr. Fabritius, Walter: 80 Jahre seit der Einführung der Cocainanästhesie in der Ophthalmologie durch Dr. Carl Koller

80 JAHRE SEIT DER EINFÜHRUNG DER COCAINANÄSTHESIE IN DIE OPHTHALMOLOGIE DURCH DR. CARL KOLLER Von Dr. WALTER FABRITIUS (Brasov, Rumänien) "TVe Geshichte der Medizin hat es sich zum obersten Grund­satz gemacht die Verdienste grosser Entdecker und Forscher der Vergangenheit und der Gegenwart festzuhalten und ihre Bedeutung für die leidende Menschheit bei besonderen Anlässen von Zeit zu Zeit immer wieder ins Gedächtnis zurückzurufen. Der vorstehende Aufsatz soll sich mit einem Manne beschäftigen, dessen Name vielen unbekannt ist und dem Gedächtnis vieler, die ihn kannten vielleicht wieder entschwunden ist. Wir wissen alle, wie das Cocain in der Hand manches Süchtigen ihm zum Verderben wurde. Turm­hoch über diesen Entgleisten steht die Menge derjenigen hilfe­suchenden Kranken, welche die Wohltat des Cocains am eigenen Leibe erfahren durften. Das grosse Verdienst, dieses Mittel, dessen schmerzverhindernde und schmerzstillende Wirkung man schon vor­her kannte, in die Augenheilkunde eingeführt zu haben u. der damit bewiesen hat, dass man schmerzlos operieren kann, gebührt einzig und allein Dr. Carl Koller. Lassen wir uns nun das Leben dieses einfachen, in späteren Jah­ren in aller Bescheidenheit in New York lebenden Augenarztes vor Augen führen. Die Menschheit ist an diesem epochemachenden Ereignis viele Jahre lang achtlos vorbeigegangen, ohne den Ent­decker entsprechend zu ehren.

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