Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 32. (Budapest, 1964)

Palla Ákos: Über die Verrechnung des Spitalmeisters zu Ödenburg aus dem Jahre 1586

verfügt: „Auss Beuelch meiner herren hab ich einem Khrumpen Mann, Welcher ein zeittlanng vor dem SPital gesessen gehen Wolffs fuehren lassen, gab zu Lohn 2 Sol. Den. vnnd zu ainer zeherung 4 Sol. Den." scheint diese Gewohnheit zu unterstützen die in unseren Tagen sozusagen vor unseren Augen ein Ende nimmt, dass Bettler und Krüppel in der Umgebung von Kirchen und Spitälern hausen. Die Verrechnung spricht von einer interessanten Gewohnheit, vom Kredit beim Einkaufen, als in der Reihe der immer zurück­kehrenden Ausgaben der Fleischkauf nach den Angaben der Runen gezahlt wird. Dem Weingärtner zahlt man auf Grunde des 12, doch dem Fleischacker auf Grunde des 5 schnittigen Kerbholzes. In letzter Reihe müssen wir noch von dem Eigentum des Spi­tals, von der Grösse der Weingüter sprechen, welche bedeutend gross sein konnten, nachdem zum Erhalten und Bebauen eine ziem­lich grosse Summe verwendet wird. Die Verrechnung gibt die Grösse der Fläche nicht an, aber es stehen uns genügend Neben­daten zur Verfügung, dass wir von der Ausdehnung einen Begriff erhalten, Ausgaben über das Imstandehalten des Gebäudes und der Werkzeuge erscheinen oft in der Verrechnung. Man gibt sogar Andreas Nisl, der als „Vasszieher" im Weinkeller arbeitete, Geld. Schindel und Nägeleinkauf setzen einen bedeutenden Dachstuhl voraus. Das Spitzen und Schärfen der Hauen und zweizackigen Spaten ist auch bedeutend und legt Gewissheit davon ab, dass der Grund der Weingärten steinig und die Werkzeuge oft abgenutzt sind. Damals, als unter den Weinleseausgaben folgendes steht: „Die weingartten samentlich welche diss Jar zum SPital gefexnet, sein mit 367 Lesern 95 Puttentrager vnnd Mostlern abgelesen worden. .." setzt einen bedeutenden Güterstand voraus. So ist es ganz natürlich, dass Ende des 1586 Jahres im Keller des Spitals 427 und 74 Eimer Wein in den Fässern ist. Dieser Überblick ist über die 1586-jährige Verrechnung des Spitalamtes verfertigt worden, als Johannes Hückel Mitglied des Ödenburger inneren Rates der Spitalmeister war. Dieses Amt wurde fürs 1587 Jahr dem „Ersamen vnnd füernehmen Georgen Fluerhamer, Burger vnnd Bekhen allhie beuolhen worden".

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