Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 20. (Budapest, 1961)

dr. Katona Ferenc: Ismeretelméleti és származástani kérdések Goethe Faustjában

Dann hat er die Teile in seiner Hand, Fehlt, leider! nur das geistige Band. Enchciresin naturae nennts die Chemie, Spottet ihrer selbst, und weiss nicht wie." Betrachten wir nun den Inhalt der Kritik. Die Ironie zielt hauptsächlich auf diejenigen, die folgern, dass durch die Zerteilung der Phänomene alles erklärlich und zugäng­lich wird. Goethe's naturwissenschaftliches Aufzeichnungen ent­halten zahlreiche solche Hinweise. Zwischen Theorie und Praxis gibt es einen natürlichen Hiatus. Goethe meint, dies kommt da­von, dass für den Verstand, fürs Denken das Nacheinander und die Einheitlichkeit in den Assoziationen gleichzeitig vorhanden sind. Die simultanen und successiven Elemente erscheinen mit­einander verbunden, sozusagen ohne die Komponenten von Zeit und Raum in Anspruch zu nehmen. Die Erfahrung, die Praxis setzen jedoch eine zeitliche Folge voraus; die successiven und si­multanen Komponente erscheinen einzeln. Die Einheit von Theo­rie und Praxis, von Denken und Erfahren ist ein wichtiges Prob­lem der Wissenschaft. Dieses Problem ist schwierig, wir dürfen es jedoch nicht abtun, weder weil wir die Erfahrung, das suc­cessive Erkennen des simultanen Denkens zuliebe verwerfen, noch darum, weil wir durch die successive Zergliederung auf die Verallgemeinerung verzichten. Die Kritik gilt beiderseits. Auch Goethe fand dieses Problem ausserordentlich schwierig ­es geht ja um das Wesen der Wahrnehmung, des Denkens. In seinen naturwissenschaftlichen Aufzeichnungen beruft er sich, als Analogie, auf ein altes, durch ihn abgeändertes Lied, mit folgen­der Bemerkung: „. . . Im Hinblick auf die Schwierigkeit der Frage wird es leichter sein, wenn wir uns zu unserer Beruhigung auf das Ge­biet der Dichtung flüchten (siehe Meph. S. z.) und, mit einigen Änderungen, ein altes Lied zitieren . . ." Das alte Lied lautet wir folgt: „So schauet mit bescheidnem Blick Der ewigen Weberin Meisterstück,

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