Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 20. (Budapest, 1961)

dr. Katona Ferenc: Ismeretelméleti és származástani kérdések Goethe Faustjában

„Du gleichst dem Geist, den du begreifst, Nicht mir!" Die antropomorphe, irrationelle Methode der transzendenten Erkennens wird also enthüllt. Die Natur jedoch bleibt nicht vor Faust verschlossen. Er geht den Weg Goethe's, indem er die Phänomene allmählich studiert, beobachtet, erkennt. Und so gelangt er zur Erkenntnis der Na­tur: „Du führst die Reihe der Lebendigen Vor mir vorbei und lehrst mich meine Brüder im stillen Busch, in Luft und Wasser kennen" (sagt Faust, am Ende des ersten Teiles.) Die Erfahrung, das Denken und die Erkenntnis der Zusam­menhänge ist aber doch nicht so einfach. Wir müssen vorerst die­jenigen naturphilosophischen Anschauungen, die uns behindern, loswerden. Dies ist im Faust auf Schritt und Tritt demonstriert. Mal als Faust, mal als Mephistopheles, oder auch als Homun­culus, Proteus oder Thaies bekämpft Goethe mit tödlicher Ironie die naturwissenschaftlichen Theorien und Methoden der Zeit, und kritisiert auch die philosophischen Anschauungen. Gleich­zeitig webt er seine eigenen Ansichten in den Text der Erzäh­lung. Drei seiner Gedanken möchte ich hier besprechen. Der erste Gedanke: das Verhältnis von Induktion und Deduk­tion, sowie von Theorie und Praxis. Der zweite: die Rolle der historischen Zeitanschauung in der Naturwissenschaft. Der dritte: das Verhältnis von Körper und Geist; Problem der Abstammungslehre. Das Verhältnis von Induktion und Deduktion, sowie von Theorie und Praxis Im ersten Teil des Faust ist die Kritik Goethe's über die ein­zelnen philosophischen Anschauungen seiner Zeit - in erster Li­nie betreffs der Erkenntnistheorie der naturwissenschaftlichen

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