Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 20. (Budapest, 1961)

dr. Katona Ferenc: Ismeretelméleti és származástani kérdések Goethe Faustjában

FRAGEN DER ERKENNTNISTHEORIE UND DER ABSTAMMUNGSLEHRE IN GOETHE' S FAUST Von Dr. FERENC KATONA (Budapest) I. Teil D er verstorbene grosse Paläontologe, H. F. Osborne schreibt in einem seiner Bücher: der Zeitpunkt Goethe's italienischer F.eise sei eine schwerwiegende Periode in Anbetracht der Natur­wissenschaften, besonders der Biologie, denn diese in Erlebnis­sen und Schöpfungen so reiche Reise hat Goethe's Zukunft end­gültig mit der Literatur verflochten. Wenn wir den Verlust, den die Biologie erlitt, auch nicht er­rechnen können, steht es doch fest, dass der grosse Schriftsteller und Poet den verschiedenen Zweigen der Biologie und der Theo­rie der Erkenntnis bis an sein Lebenssende das grösste Interesse entgegenbrachte. Obwohl er nur einen kleinen Teil seiner Zeit den Fragen der Naturwissenschaft widmete, haben seine, auf dem Gebiete der Morphologie erzielten Resultate, seine Theorie der Botanik, seine Konzepzionen der Entwicklungstheorie, und nicht zuletzt sein, der Erkenntnistheorie gegenüber eingenom­mener Standpunkt ihn zu einem der hervorragendsten Naturwis­senschaftler seiner Zeit gestempelt, dessen Gedanken denen der meissten seiner gelehrten Zeitgenossen weit voraus waren. Goethe's ständiger, jugendlicher Enthusiasmus betreffs der Probleme seines encyklopädischcn, umfassenden Intercssenkreises,

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