Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 20. (Budapest, 1961)

Adattár - Orvostörténeti adatok a Vay család golopi levéltárából (dr. Bendefy László)

wie könnte man sein Auge behandeln, und in welcher Weise könnte man die Operation ausführen. Wir geben die Antwort Richters wörtlich wieder. Deren Inhalt erklärt Prof. Dr. István Csapody, Doktor der Medizinwissenschaft, folgendermassen : General Miklós I. Vay litt unter der sog. Staphyloma, seinerzeit Hernia tunicac schleroticae genannt. Sein Augapfel schwoll dermassen an, dass er das Auge nicht mehr schlicsscn konnte und darunter sehr litt. Richter riet ihm zur völligen Extirpation, obwohl damals diese Operation - wegen der Gefahr eitriger Infektion und Gehirnhautentzündung, oder auch wegen Te­tanus-Vergiftung - tödlich sein konnte. Der Kranke wurde während der Ope­ration betäubt, aber nicht völlig narkotisiert. Nach der Operation musste er mit einem Druckverband am Auge während 6 Tagen am Rücken liegen und dann noch 2-3 Monate lang einen Verband tragen. Die Operation wurde mutmasslich von Prof. Prochaska in Wien, in 1796 ausgeführt. 3. András Cházár, Komitats-Obernotar besuchte in Wien, in 1799 die Taubstummenanstalt. Heimgekehrt ging er enthusiastisch daran, den Hochadel und die öffentlichen Institutionen für die Gründung eines ähnlichen Institutes zu gewinnen. 40,000 Rhenus-Guldcn wurden benötigt; die Summe war bald beisammen und das erste Taubstummeninstitut konnte in 1802 in Vác seine Tore öffnen. General Miklós I. Vay bestritt 1/80 Teil der gesamten Kosten für die­sen grossherzigen Zweck. 4. Zur Zeit der grossen Choleraseuche von 1831 war der General nicht mehr am Leben. Sein Sohn, der spätere Kanzler, Miklós II. Vay war Un­tergespan des Komitatcs Borsod. Der König ernannte ihn zum Regierungs­kommissar der gefährdeten nördlichen Landcstcile. Der junge Mann trat sehr energisch auf, war überall zugegen, wo die Seuche Fuss fasste, liess beson­dere Häuser für die Betroffenen bauen und beteiligte sich auch an der Krankenpflege, mit Hilfe seiner Mutter und seiner Gattin. Schliesslich er­krankte auch er selber, trotzdem gelang es ihm die Seuche binnen kurzer Zeit aufzuhalten. 5. Frau Miklós I. Vay, geb. Johanna Adelsheim erkrankte schwer in 1818. Sie hatte andauernd starke Kopfschmerzen und hütete das Bett während 2 Monaten. Schliesslich verordneten ihr die Acrztc Stahlbäder. Die Abwik­kclung der Bäderkur geschah folgendermassen. Baronin Vay quartierte sich in Diósgyőr, nahe zu den Eisenhämmern ein und liess sich daneben einen Bretterverschlag errichten, in welchen eine mit Wasser angefüllte Wanne gestellt wurde. Das Wasser wurde zweimal täglich erwärmt, indem man glühende Eisen hineinsteckte. Nach einer längeren Kur wurde die Baronin gesund.

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