Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 14. (Budapest, 1959)

Ákos Palla: Sibilla unguentaria im Lichte der neuesten Forschung

nomine suo. Ita legitur Caesarea Antiochia Pisidiae, 0 Caesarea Bithyniae, 6 Caesarea Cappadociae, 7 de qua Plinius: Sub morte Argaeo, inquit, Mazaca, quae nunc Caesarea nominatur (Hist, nat. lib. VI. cap.). Non igitur illorum sententiae subscribo, qui Vesprimium pro Rhispia habent. Quam quidem sententiam alio etiam ex capite rejiciendam autumo: quia nempe fitus Vesprimii in earn Pannoniarum partem cadit, quae sub Romanis vocabatur Pannónia inferior, cum tarnen ex Ptolomaeo constet, Rhispiam fuisse urbem Pannóniáé superioris." Aus den obigen zwei Texten ist festzuhalten, dass beide: Weszprémi, der Arzt und Medizingeschichtier, ebenso wie Schoen­visner, der Philosoph und Bibliothekar, sich für dasselbe Prob­lem interessieren. Ihr Problemkreis ist aber nicht jener der Me­dizingeschichte. Am Ende der Barokkzeit lebend erfassen sie Denkwürdigkeiten aus der Vergangenheit des Gesundheitswe­sens noch nicht ihrer Bedeutung nach. Auch im Fall dieses Fun­des war dem so. Sie spürten auch hier Raritäten, dem Unbekann­ten nach und wünschten blos festzustellen, ob der auf der Bronze­tafel genannte Ortsname als geographische Bezeichnung gelten kann. Gab es tatsächlich eine Stadt namens Rhispia, wenn ja, in welchem Teil von Pannonién? Die medizingeschichtliche Be­ziehung der Frage wird von Weszprémi sozusagen ganz nebenbei gestreift, sein Augenmerk ist im weiteren auf die Deutung eines ihm unbekannten Wortes - Crocomagma - gerichtet. Seine Er­läuterungen schrumpfen auf dieses Wort zusammen, und um es zu erklären beruft er sich - mangels eigener Kenntnis - auf Da­mokrates, und seine Feststellungen erschöpfen sich in einigen Worten. Die Bedeutung der Tafel und der Inschrift vermochte keiner von beiden erkennen. Die Bronzetafel, wiewohl anscheinend ein einmaliger Fund, erweckte in der damaligen Weltlitteratur, wie auch in Ungarn kein Interesse. Sie wurde einfach zur Kenntnis genommen, ange­sichts der damals Tag für Tag auftauchenden römischen Funde hielt man sie nicht für erwähnenswert. Die medizinisch fachliche Deutung Hess auf sich warten, was aber bei den damaligen Zeit­verhältnissen natürlich war. Später, da man sie schon mit grösse-

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