Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 13. (Budapest, 1959)

Dr. RAFFY ÁDÁM: Vesalius és kora

nigkeiten" aus meiner Feder zum Drucke. Es würde mir Freude machen, wenn das Werk bald gedruckt würde, und zwar in einer eleganten Form. Ich bitte dich, Oporin zu ermahnen, dass mein Werk auf das beste Papier gedruckt wird und dass das Buch einen breiten Rand erhält. Ich werde die vermehrten Umkosten tragen. Dadurch wird der Druck übersichtlicher und die Arbeit des Setzers erleichtert. Je grösser das Buch wird, desto mehr habe ich Freude daran. Ich weiss, Ihr werdet über mein Verlan­gen lachen; dennoch wünsche ich es. Nichts könnte mich mehr ergötzen, als eine prachtvolle Ausgabe meines Werkes. Möchte doch irgend etwas erfunden werden, wodurch mein Buch an Schönheit und Eleganz gewinnt. Wenn du mich lieb hast, übe einen Druck auf Oporin aus, damit er nicht, wie es seine Ge­wohnheit ist, mein Manuskript lange Zeit in der Schublade ru­hen lässt. Wenn ich dir mit irgend etwas Freude bereiten kann, verfüge über mich. Grüsse meine alten Freunde bei Euch; ich hatte jetzt mehr Zeit, mit ihnen zu scherzen, als da ich mit Druck­arbeiten beschäftigt war. Regensburg im August 1542. Dein Andreas Vesalius." Vesalius begab sich übrigens dringend persönlich nach Ba­sel, um bei den Vorarbeiten der Drucklegung anwesend zu sein, andererseits aber, weil er vom Rektor der Universität Albanus Torinus eingeladen wurde, dort zu sezieren. Der Leichnam eines wegen Ermordung seiner Gattin hingerichteten gewissen Jakob Karrer wurde von ihm seziert. Das Skelett ist auch heute noch im Baseler anatomischen Museum zu sehen. Es ist das erste, historisch beglaubigte anatomische Präparat der Welt. Juni 1543 hatte Oporinus die Drucklegung der Fabrica been­det. Es ist eine wundervolle Arbeit in Folio. Am Schlussblatt prangt das Buchdruckerzeichen des Oporinus; Arion auf einem Delphin reitend mit folgender Aufschrift: Invia virtuti nulla est vita. Das wunderschöne Titelblatt stellt die Rotunde des von Menschen wimmelnden Theatrum anatomicum dar, in der Mitte des Vordergrundes Vesalius beim Sezieren. Das Antlitz der Zuschauer verrät gespannte Neugierde. Und oben, gleich­sam über dem Bilde schwebend beherrscht, mit aufwärts gerich­tetem Blick, der Tod die ganze Komposition. Das folgende Blatt

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