Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 13. (Budapest, 1959)

Dr. RAFFY ÁDÁM: Vesalius és kora

der Muskeln. Es wurde ihm klar, dass die Nerven in enger Ver­bindung mit den zentralen Nervensystem stehen und anato­misch ganz selbsständige Teile des menschlichen Körpers sind. Der Name des Zwölffingerdarms: Duodenum stammt von ihm, wie auch die Beschreibung der Chilusgefässe, ebenso wie die der Drüsenkonstruktion. Auch mit der Funktion, besser gesagt: mit der Bestimmung der Hode und des Eierstocks war er ins Reine gekommen, wusste er doch schon, dass Aufgabe dieser Organe die Bildung generativer Elemente sei. Weiters w r usste er auch, dass der Puls die Folge der Herztätigkeit ist, ja er hatte sogar die Pulszahl mit einer Wasseruhr zu diagnostischen Zwecken auch gemessen. Sein Zeitgenosse Erasistratos, auch ein Alexandrien bespricht schon die Hirnwindungen und unterscheidet zwei Gruppen des von Heraphilos entdeckten Nerven: Empfindungs- und Bewegungsnerven. Er bietet auch eine gründliche Beschreibung der Herzens, die auch heute noch gebräuchlichen Namen der Herzklappen stammen von ihm. Auch mit der Tätigkeit der Gallenblase war er schon im Reinen, wie auch damit, dass das Blut aus der Nahrung sich bilde und der Organismus hinwieder vom Blute genährt werde. Er hatte behauptet, dass die Lebens­energie aus der Luft in die Lunge eindringe, von dort in das Herz; Lungen- und Herzblutkreislauf waren ihm ebenfalls schon bekannt. Von ihm wurden genau beschrieben der Leber­schwund und das pathologisch-anatomische Krankheitsbild der Pneumonie, es steht daher ausser Zweifel, dass ihm auch die Anatomie dieser Organe schon gründlich bekannt war. Herophilos, Erasistratos und Herakleides hatten aber schon einen Vorläufer, Aristoteles, eine der universal veranlagten geistigen Grössen der Menschheit, ist er der Verfasser einer ver­gleichenden Sezierlehre und einer Anatomie des menschlichen Körpers, ja sogar einer Entwicklungslehre. Später war es die starre Einseitigkeit, die zur Verschüttung des alexandrinischen Geistes und gleichzeitig zu der des anato­mischen Wissens geführt hat. Kunst, Literatur, Wissenschaft wurden in den Dienst einer Teil Vorstellung gezwungen; Ideal und Idee der Ganzheit waren in die Brüche gegangen, der Mensch

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