Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 6-7. (Budapest, 1957)

Dr. IZSÁK SÁMUEL: Oroszhegyi Józsa doktor ismeretlen orvosi topográfiája: Erdély aranyvidéke orvosi szempontból

ZUSAMMENFASSUNG Der Lebenslauf und die Tätigkeit von Józsa Oroszhegyi (1822— 1870) sind für die rumänische, wie auch für die ungarische Ge­schichte der Medizin von beachtenswerte Bedeutung. Oroszhegyi erwarb das Ärzte- und Geburtshelferdiplom 1857 in Pest. Eine kurze Zeit (1859—1860) als praktischer Arzt in Kolozsvár (Cluj) und Abrudbánya (Abrud) tätig, übersiedelte er, im Sommer 1860 nach Bueuresti und wurde, — in rumänischen Staatsdienst über­nommen, — zunächst zum Bezirksarzt des Bezirkes Rîmnicul­Särat nachher zum, Stadt- und Spitalsoberarzt in Focsani ernannt. 1862 verlässt Oroszhegyi Rumänien, um sich in der Türkei zu be­tätigen, undzwar eine Zeitlang in Küsztenzse (heute: Constanta). Aus dieser Periode seines Lebens sind uns zwei seiner Artikel erhalten geblieben, beide beachtenswerte Beiträge zur Geschichte des Gesundsheitswesens in der Dobrudscha. Die Tätigkeit von Oroszhegyi auf dem Gebiete der medizini­schen Literatur weist zahlreiche Züge auf, die, nebst allgmeiner Werte, auch historisch Beachtung verdienen, zumal da es sich um fortschrittliche Kundgebungen von jahrhundertealten Bemühungen handelt, von Bestrebungen die sich das Ziel gesteckt hatten, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Rumänen und Ungaren, die Zusammenarbeit der beiden Völker zu vertiefen und zu för­dern. Unter dem Zeichen dieser Freundschaft unserer Völker redi­gierte Oroszhegyi die erste ungarische Wochenzeitung in Bueu­resti: „Bukaresti Magyar Közlöny"' (Bukarester Ungarischer Bote). Oroszhegyi schrieb wenige ausgesprochen medizinische Arbeiten. In vielen seiner zahlreichen Artikel, die er in damaligen Tages­blättern und Zeitschriften veröffentlicht hatte, finden sich aber Stellen, die auch d ; e Medizinwissenschaft und das Gesundheits­wesen betreffen. Sein Buch „Az ód és életdelejesség közéleti ér­téke" Pest, 1858 (Die Bedeutung des Magnetismus von Lebewesen im öffentlichen Leben) ist heute nurmehr als medizingeschicht­liches Kuriosum zu werten. Sein späteres Werk „Román élet", Ko­lozsvár, 1942 (Leben in Rumänien) worin Oroszhegyi auch über die sozialen und gesundheitlichen Verhältnisse Rumäniens in den sech­ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, somit aus der Zeit seiner dortigen Tätigkeit und auf Grund dort gesammelter Erfahrungen und Informationen, mehrfach berichtet, — ist vom grösserem Interesse.

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