Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 3. (Budapest, 1956)
Prof. FRANZ KISS: Stephan von Apáthy als Neurolog
haben damals diesbezüglich übertriebene Hoffnungen gehegt, die in den späteren Jahrzehnten nicht in Erfüllung gegangen sind. Der oft angeführte Befund von Harrison ist an Abb. 24. sichtbar. In seinem Explantat haben die Nervenzellen wirklich verzweigende Fortsätze erzeugt, doch damals hob niemand hervor, dass nicht nur aus den Nervenzellen, sondern auch aus den Zellen anderer explantierten Gewebe ähnliche Fortsätze hervorgehen. In der Gewebezüchtung bildet sich kein Organ, sondern die explantierten Zellen verlieren bald ihre ursprüngliche biologische Form. Neben ihren ungewöhnlichen Fortsätzen werden die Ganglienzellen auch mehrkernig (2—5 kernig, M. R. Murray—A. P. Stout 1947), und etliche der neuen Kerne werden durch inäquale Teilung aus der Mutterzelle ausgestossen (sozusagen abortiert). Im Explantat der spinalen Ganglien von Levi habe ich ein zusammenhängendens Netzwerk gewisser Nervenzellen gesehen. Auf meine persöhnliche Frage behauptete Lévi, es handle sich um einer degenerative Erscheinung. Wir, als Apáthys Schüler, wissen, dass die Abbildung von Harrison neben vielen anderen Momenten Apathy sehr unangenehm berührt hat. Harrison hat sich vor mir noch in 1928 (sechs Jahre nach dem Tode Apáthys) auf dem internationalen Anatomen-Kongress zu Amsterdam auf abfällige Abb. 24. Frei auswachsendes Axon. 24 Stunden alte Kultur aus dem Medularrohr des embryonalen Frosches, nach Harrison. 1 Zellen des Explantats, 2 Axon, 3 Telodendrien