Palla Ákos szerk.: Az Országos Orvostörténeti Könyvtár közleményei 3. (Budapest, 1956)
Prof. FRANZ KISS: Stephan von Apáthy als Neurolog
bünden sie sich in Elementarfibrillen auf, welche sich teils zwischen den Zellen der Endorgane verteilen, teils aber in die Zellen selbst eindringen. Sowohl intra-, wie interzellulär lösen sich dann die Elementarfibrillen durch Umlagerung ihrer Neurotagmen zu Elementargittern oder den sog. diffusen peripheren Netzen auf. Das ganze Innervationsgebiet, d. h. der ganze periphere Abschnitt des Organismus enthält so ein zusammenhängendes diffuses Fibrillennetz. Aehnlicherweise, doch etwas komplizierter, verhalten sich die Fibrillenbahnen in den Zentren. Hier angelangt, können sie in ihrem Verlauf zwei grundsätzlich verschiedene Typen zeigen. Entweder gehen sie auch hier unmittelbar, ohne mit den Ganglienzellen der Zentren in Verbindung zu treten, in ein Netz oder Gitter über (zentrales Elementargitter), aus dem dann wieder Elementarfibrillen und Eibrillenbündel ihren Uhrsprung nehmen, oder aber dringen sie in den Stammfortsatz der Ganglienzelle ein und bilden in der Zelle ein oder mehrere Gitter. Aus diesen intrazellulären Gittern entstehen die zellulifugalen Fibrillen, welche durch den Stammfortsatz heraustreten und entweder zu einer zweiten, dritten usw. Zelle, oder gleich zum zentralen Elementargitter ziehen. Sie können jedoch aus den intrazellulären Gittern auch unmittelbar, ohne früher mit dem Elementargitter in Verbindung getreten zu sein, periphere Leitungsbahnen bilden. Bei den Effektoren angelangt, verhalten sie sich genau so wie bei den Rezeptoren, in dem sie auch hier ein diffus zusammenhängendes Netz bilden. Die Stellen, wo zentripetale Bahnen in Zentrifugalbahnen umgeschaltet werden (die Stellen des Transfers), sind demnach die intra- und extrazellulären Gitter und Netze. Die Ganglienzellen sind in diesem Netz der Leitungsbahnen nur eingeschaltet. Apáthy hat den Ganglienzellen einen zwar unbestimmten, aber doch prinzipiellen Einfluss auf die Funktion der Leitungsbahn eingeräumt". Es ist leicht verständlich, dass diese Auffassung Apáthys mit dem Virchow —Köllikerschen Zellularprinzip (oder Bausteintheorie) völlig unvereinbar war. Apáthy griff dem Wesen nach auf die Flemmingsche Auffassung (1882—1896) zu-