Allergnadigst-privilegirte Anzeigen, aus sammtlich-kaiserlich-königlichen Erblandern. 5.Jg. / Hrsg.: von einer Gesellschaft. - Wien, Ghelen, 1775.
V. Jahrgang 1775
Q 14 ben fe()t t>iele öHŐgefd)íc|jen, bte aué ben fpanifd)en , itulianifchen unb franjőftfchen öpnagogen bnhtnj ges fommen waren , fte erhielten aud) 6loß bie Srepí>eií , fiel) unier Den 2iu(HönDeru t weld)e bie Sfteugierbs bal;in gclücfct hälfe, in einer gewifs fen Q?ntfetnutig , von bem oben bes werften 3ufammentmtttiigs;elte , tu welchen bie Gouferenjen waren , auf? ^haliéin — Sin Surbiner, auß bem Stamme SLcvi t ÍRamená oad?acías , warb "tj 5um vprőfsbenten, unb <Spred)er biefer ff S/crfammluug erwählet. ^v faß an einem großen Sífd), ber 2l;űre, weis ct}c gegen borgen gieng , gegen über, bie anbern Lehrer ober faßen in guter Crbnung um benfelben. I) Ser erfíe Sag warb mit allcrhanb gegenfcitigcn ^cflid}feitébejeugungen^ unb mir ber Unferfuchung jugebrad)t, cl> Die angenommenen petfonen aud? t>ic erfovöerticben íEigenfcbaftcn báts J ten ? Bep biefer Untcrfuchung wurs ben über 600. auégefchloffcn , bie ^erfunft nid)f ín weife 11 fonnfctu 2im jwepteu Sage warb baé Z^oncis Uum mit einer üinrebe erofnct, unb frer SSorfrag gemad)t ; baß man uor allem unterfuci)en mußte : ob öct flTefnas bereits gekommen fey ; oder, ob man auf feine oufünft nod? wat? ten mufje? —> Einige behaupteten hierauf, baß er fd)on gekommen fepn muffe ; weil fte eé beuílíd) genug einfáh^n, baß baé große (Elenb, unb bte SCßiberwörtigfeifen , weld)e bie I göttliche vöorfehung , fd)on fo ifiele 2(ahrhunberíe über fte terhánget , nicht loon ihrer 2lbgétferep |>errűt?rte^ alß öon weld)em Safter ihreSRafton, feit ihrer DUscffunft aué ber babplos nifchen (Befangenfdjaft immer frep ge= wefen; baher bae^leub, baé fte feit ber 3eit auegefianben , nothwenbig eine anbre tlrfache bö^n müße. — ^adjbcnt matt ftd) hierüber feljr lang berathfd)laget hatte , fo warb mau enblid) einig, baß ber tncßigs nod) nicht gekommen fep , unb baß bie Sünben , unb Unbußfertigfeit ber SRation ollein , an biefer Söerjogeutug Sd)ulb fep^ .— hierauf unterfud)te man , auf weiche 2lrt ftd) ber tHcí rlias offenbaren würbe , unb fefjte tiefe brep ítennjeid^eu feji. 1) <Sr wirb al3 ein fténig, unb alá ein großer SBeltbejwiKgcr crfd)etnen, uhD bie Nation öott bem 3oclje ber frcms ben 3}oifer befrepen. 2) (fr wirb feine QSeranberung in beut mofaifd)en _^3efeße oorttchiuen ; unb wirb er üon einer Jungfrau gebohreu werben, unb feine Geburt wirb baé áv.ennjeie cheu bep Szemben fepn. — (Entlid) fud)fe fid) baé 2tonc)íium mit benen j-u ueveiuigen , welche glaubten, bag ber me^ias fchon ers fchienen fep ; unb biefe behaupteten , baß cé fein anberer., alö iEíia3 fepn fcnnfe, unb jwar, 1) weil er mil großer 6ewalt anSgerufiet war , bie er unter anbern aud) in ber Umbrin^ gung ber falfdjen Propheten 6ewies fen hat. 2) Söeil er üon bem 2id>ab y I i V Í "t Í i- J)