H. Kerecsényi Edit: Néprajzi Közlemények 13. évolyam, 3-4. szám - A népi méhészkedés története, formái és gyakorlata Nagykanizsa környékén (Budapest, 1969)

Zusammenfassung Der erste Teil der Studie gibt einen historischen Ü­berblick. Die diesbezüglichen Angaben beweisen unzweifeibar, dass die Bienenzucht schon am Anfang des 12* Jahrhunderts ein bedeutender Zweig unserer Landwirtschaft war. Der danach erhobene Bienenzehent gab dem Eigentümler einen ernsten Er­trag. Die Waldbienenzucht muss aufh sehr verbreitet gewesen sein. Dieser Wirtschaftszweig war auch während der Zeit der Türkenherrschaft bedeutend* In dieser Epoche war der aus Ruten geflochtene Bienenkorb allgemein verbreitet, der unter freiem Himmel oder in Gebäuden aufgestellt wurde. Nach den Befreiungskriegen blühte die Bienenzucht ganz besonders auf. Ihre Bedeutung verminderte sich erst von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Den Grund davon können wir hauptsächlich in der starken Einschrumpfung der Bienenweiden, in den ungünstigen Verwertungsmöglichkeiten und in der Abnahme der Bienenzuchtlust des Bauerntums suchen. Aus dieser Epoche ist der schriftliche Nachlass der Waldbienenzucht auch sehr gering. In den Bienenständen in der Umgebung des Wohnhauses finden wir hauptsächlich aus Ru­ten und Waldreben geflochtene Bienenkörbe. Weder Gegenstände, noch illustrierte Andenken der alten Bienenzucht sind von der Umgebung der Stadt Nagykani­zsa überblieben. Auf die altertümliche Formen können wir doch von den vielen und mannigfaltigen, hauptsächlich apot­ropischen bzw.fruchtbarkeitszaubernden Verfahren schliessen ; welche die Volksüberlieferung bis zu unserem Jahrhundert aufbewahrt hat. Die Mehrzahl davon knüpft sich an den Weih­nacht sfestkreis, an die Auslassung im Frühjahr und an der Bienenflug. Ein Teil davon zeigt den Einfluss der im 18. Jahrhundert allgemein verbreiteten Bienenzuchtbtichern.

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