CS. SÓS ÁGNES: ZALAVÁR—KÖVECSES AUSGRABUNGEN 1976—78 . ANHANG. ISTVÁN VÖRÖS KNOCHENFUNDE / Régészeti Füzetek II/24. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1984

VII. ANHANG

4.2. 7. Jagdwild Im Frühmittelalter ist auch in Siedlungen, die auf dem Gebiete des heutigen Ungarn liegen, das Vorkommen von Überresten von Jagdwild minimal. Zu dieser Zeit repräsentieren die Überreste von Jagdwild — anders als es bei der urzeitlichen Fleischjagd der Fall war (Vörös 1975) - nicht den mengenmässigen Erfolg der Jagd, sondern die selektierte Zusammensetzung der Gattungen. In Zalavár-Mosaburg gehörte die Trophäenjagd auf Grosswild (Urrind, Rothirsch, Wildschwein, Braunbär) zu den Vergüngungen der führenden Schichte. Aufgrund von Produktionsabfall aus Geweihdepots (dominantes Vorkommen von Geweihen mit Frontalfr. in Geweih- und Knochen-Werkstätten Cs.Sós 1972), sowie von Objekten, die aus Geweih (Knochen) hergestellt wurden, müssen wir auch mit„Jagd auf Werkstoffe" rechnen, wobei Handwer­ker und/oder Jäger das Wild erlegten. Ausserdem wurden noch Rehe, Wildkatzen und Hasen gejagt. Trotz der sumpfigen, moorigen Umgebung (Cs.Sós 1963, 1963, 1980), oder gerade deswegen gibt es nur wenig Überreste von Fischen. Die Möglichkeit des Fischens bzw. die Frage des Fischbestandes dürfte mit der jeweiligen, dem Wechsel der Zeiten unterworfenen Wasserlage zusammenhängen. In Kövecses gab es im Küchenabfallmaterial nur Überreste vom Rothirsch und vom Wildschwein, im Grab 28. lag das Gerippe eines Rothirschen, in der Grube W. das eines Rehes. 129

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