CS. SÓS ÁGNES: ZALAVÁR—KÖVECSES AUSGRABUNGEN 1976—78 . ANHANG. ISTVÁN VÖRÖS KNOCHENFUNDE / Régészeti Füzetek II/24. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1984

VII. ANHANG

Femur Dist. Br. 3 43,67 38 - 48 10 Tibia 26,5 5 4,5 7,5 Astragalus Länge 11 40,04 37 - 43 6 Breite 11 23,86 21 - 28,5 7,5 Länge 5 192,30 181 ­207,5 Prox. Br. 9 47,38 45 ­50 Diaph. Br. 20 19,32 17,5 ­22 Dist. Br. 24 29,23 26 ­33,5 Calcaneus Länge 2 85 - 92 7 Die aus den Längenabmessungen der 27 Stück Schweineknochen aus dem 9.-10. Jh. von Zalavár-Mosaburg mit der Teichert-Methode (1969) errechneten Widerristhöhenwerte sind die folgenden: n X min. ­max. scapula 2 543 ­725,8 humerus 2 754 ­855 radius 5 834,0 762 ­989 tibia 5 762,4 710 ­813 astragalus 11 716,7 662,3 769,7 calcaneus 2 794 ­860 Die durchschnittliche Widerristhöhe der 27 Schweine aus dem 9.—10. Jh. beträgt 755,47 mm, limit 543 (scap.) - 989 (rad); die Differenz beträgt 446 mm (!). Die bei den Knochenabmessungen und bei der Widerristhöhe in Erscheinung tretenden extremen Werte wer­den durch die gemeinsame Untersuchung der Knochen von Exemplaren verschiedenen Alters und verschiedenen Geschlechts verursacht. Man geht aber wahrscheinlich nicht fehl in der Annahme, dass auch Schweine mit ver­schiedenem Verwendungszweck in der Siedlung gehalten wurden, deren Körpergrösse unterschiedlich war. Die im Schweinebestand von Zaiavär-Mosaburg vorkommenden Exemplare mit pathologischer mandibula sind nach S. Bökönyi „lokale Schweine der Slawen" (1961. p. 99), „mit Slawen in Verbindung zu bringende Rasse" (1963. p. 408), „eine auf dem Gebiete von Ungarn entstandene und verbreitete Rasse, die man nicht speziell mit den Slawen in Verbindung bringen kann" (1974 p. 233). Meiner Meinung nach sind die unter den Schweinen in sehr kleiner Zahl vorkommenden mandibulae mit von eitrigen Entzündungen herrühren­den caninus-alveolen keine spezifischen Rassen- oder Gattungsmerkmale, sondern einfach Symptome einer Krankheit, einer Infektion, wie die erste, später fallengelassene Feststellung von S. Bökönyi besagte (Bökönyi 1961. p 99). Für diese Schweinemandibulen ist auch ein übermässiges Wachstum der Wurzelteile des caninus bezeichnend. Am basalen Ende der canini ist die Emailschicht zusammengeschoben und missgestaltet, die Alve­olen sind erweitert. Auf dem corupus mandibulae hat sich seitlich eine durch eine Fistelöffnung perforierte nuss­grosse Knochenwulst gebildet, in die das basale Ende des caninus hineingewachsen ist. Die Ausserachtlassung dieser pathologischen Symptome wäre das Ergebnis einer gezwungenen und stereo­typen „domestikalen Anschauungsweise", die ohne Rücksicht auf Rasse, Alter und Ort die in der Verteilung der Knochenabmessungen von Wild- und Haustieren in Erscheinung tretenden Ähnlichkeiten und/oder Überdeckun­gen ausschliesslich mit der Domestikation am Ort oder mit dem hierdurch erklärbaren Vorkommen von „Über­gangsformen" begründet. 2.4. Pferde In Kövecses gibt es bisher Pferdeknochen nur aus dem 11.—12. Jh., aus der frühen Árpádenzeit, ein ant. os phalangis I. Aus Zalavär-Mosaburg-Värsziget sind Röhrenknochen von 4 Pferden der mittleren und 2 Pferden der grossen Vitt'schen Widerristhöhen-Kategorie (1952) bekannt: durchschnittliche Widerristhöhe 1416,61 mm, limit 1381,2 (mc) - 1455,9) (tib), Differenz 74,7 mm. Aus dem 10. Jh. ist ein Pferd mit 1447,06 mm durchschnitt­licher Widerristhöhe und schlankem Knochenbau bekannt (1429,4 mc, 1461,2 tib, 1450,6 mt) 122

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