CS. SÓS ÁGNES: ZALAVÁR—KÖVECSES AUSGRABUNGEN 1976—78 . ANHANG. ISTVÁN VÖRÖS KNOCHENFUNDE / Régészeti Füzetek II/24. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1984

VII. ANHANG

KNOCHENFUNDE AUS DEM 9.-12. JH. AUF DER INSEL KÖVECSES VON MOSABURG— ZALA VÁR In den Jahren 1977-78 hat Agnes Cs.Sós auf der „Insel Kövecses" des Siedlungskomplexes Mosaburg— Zalavár, dem in der Geschichte Pannoniens im 9. Jh. eine entscheidende Rolle zukommt, eine Rettungsgrabung durchgeführt. Im Zuge dieser Grabungen wurden auf einer Fläche von 17 500 m 2 88 frühmittelalterliche und frühárpádenzeitliche Siedlungs- bzw. kultische Objekte und Gräber erschlossen (vgl. die vorausgegangene Studie von Á. Cs. Sós, mit früherer Literatur). Nach der chronologischen Aufteilung von Á. Cs. Sós sind Objekte und Bestattungen auf zwei Haptperioden aufzuteilen: 1. Frühmittelalter: 9.Jh.(9/10.Jh.) 2. frühe Árpádenzeit: 11 — 1 2.Jh.( 10/1 l-12.Jh.) Der grösste Teil der Knochenfunde ist aus den im Norden der Insel gelegenen Siedlungsobjekten und aus 2 Gräbern in der auf das 9. Jh. datierten Begräbnisstätte zum Vorschein gekommen. Die im südlichen Teil der Insel befindlichen Siedlungsobjekte haben minimales Knochenmaterial geliefert, und in den Gräbern des um die Kirche liegenden christlichen Friedhofs gab es überhaupt keine Tierknochen. (Vgl. die Kapitel „Kirche und Kirchhof' und „Gräber- und Fundkatalog" der vorausgegangenen Studie von Á. Cs. Sós). Die Tierknochenreste, die ich in meiner vorliegenden Studie untersuche, rühren von der Grabung im Jahre 1977 her. (Das Fundmaterial der im Jahre 1978 vorgenommenen Grabungen kann zur Zeit nicht untersucht werden. Es handelt sich um Material aus 5 Objekten: Haus B/4(ÉK103), Haus D/4(ÉK110), Grube CCXCVI, Grube CCXCVII-CCXCVIII.) Das bearbeitete Tierknochenmaterial wird nicht behandelt (Vgl. Anmerkung Vo. 42 in der Zusammen­fassung von Á. Cs.Sós:) Die chronologische Datierung der 30 untersuchten — Tierknochen enthaltenden — Objekte gestaltet sich aufgrund archäologischer Beobachtungen, bzw. aufgrund des Fundmaterials wie folgt (vgl. Tierknochen— Fund­material"): 1. Frühmittelalter 9. Jh.: 6 Häuser, 1 Feuerstelle, 14 Gruben, (davon zwei „kultische", die Gruben W und CCLVI); 2 Gräber: Nr. 28 und Nr. 50. Aus der Oberschichte der beiden Gräber (C/3 und H/2) ist auch archäologisches Material aus der frühen Árpád­enzeit zum Vorschein gekommen. (Tabelle 1 und 2) 2. Frühe Árpádenzeit 11-12. Jh. (10/11-12. Jh.).: 1 Feuerstelle, 6 Gruben (1., 3. Tabelle) Das aus dem Grab Nr. 50 stammende Rinderskelett und die in der Grube CCLVI gefundenen Rinderreste konn­ten nur aufgrund der am Fundort angefertigen Zeichnungen und Lichtbilder untersucht werden (vgl. Abb. und Tabelle der Studie von Á. Cs. Sós). Aus der Siedlung Kövecses sind bisher sieben Tierarten von Haustieren bekannt: Rind (Bos taurus L.) Schaf (Ovis aries L.) Ziege (Capra hircus L.) (wegen des Fehlens einer genauen Rassenbestimmung stehen sie unter dem Sammelnamen „kleine Wiederkäuer") Schwein (Sus scrofa domestica Gray) Pferd (Equus caballus L.) Hund (Canis familiaris L.) Katze (Felis domesticus Briss.), sowie das Huhn (Gallus domesticus L.). Drei Arten von Jagdwild: Rothirsch (Cervus elaphus L.) Reh (Capreolus capreolus L.) Wildschwein (Sus scrofa L.) 111

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