TÓTH ENDRE: POROLISSUM . DAS CASTELLUM IN MOIGRAD . AUSGRABUNGEN VON A. RADNÓTI, 1943 / Régészeti Füzetek II/19. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1978)

Stempel der Auxiliartruppen

es unwahrscheinlich den Stempel mit ihr in Verbindung zu bringen, da der andere Typ nicht mit dem Namen dieser Truppe aufgelöst werden kann. Die Auflösung dieses letz­teren Stempeltyps könnte als C(o")H(pr)S I. l(tureorum sagittariorum)(milliaria) erfolgen (im wesentlichen stimmt diese mit der Auflösung von C. Daicoviciu überein); Die Truppe war 110 in Dazien, später aber in Thrakien stationisrt. Ich halte es nicht für unmög­lich, daß die zweierlei Ziegelstempel auf die Umorganisierung der Truppe verweisen. STEMPEL CH III (Abb. 17-19). Von den im Lager zum Vorschein gekommenen 375 Ziegelstempeln sind diese die Häufig­sten. Mehr als die Hälfte des Gesamtmaterials (203 St.) besteht aus diesem Typ. Der Stempel gliedert sich in drei Typen: 1. Typ: Einen Buchstaben und die Zahlen CH III enthaltender Stempel. Einfach umrahmt, die Buchstaben haben sich aus der Fläche ab. Ihre Rahmenmaße betragen etwa 3, 5 x 6 cm. Eine Interpunktion kommt nicht vor. Insgesamt 112 Exemplare vertreten diesen Typ. (Abb. 17). 2. Typ: Der Stempel III HC ist die retrograde Variante des ersten Typs, was der Strich über der Zahl III andeutet. Die Maße des einfach umrahmten Stempels betragen etwa 3. 5 x 6 cm. Die Buchstaben stehen hervor, der Stempeltyp wurde oft gebraucht und auch in schlechterer Qualität als der erste Typ hergestellt, denn besonders im Falle des Buch­stabens H gibt es viele verstümmelte Formen. Der Stempel ist in 84 Exemplaren zum Vorschein gekommen. (Abb. 18). 3. Typ: Er wurde insgesamt nur in 7 Exemplaren gefunden und ist nur auf Dachziegeln bekannt. Die Maße des Stempels sind etwa 5,9 x 1,4 cm (Abb. 18). In den vom 1. Typ wesentlich abweichenden Buchstabenformen ist auf dem Stempel die Abkürzung COIII zu lesen und auf einem Exemplar erscheint - derselben charakteristi­schen Form CHI. Szilágyi kennt, ebenfalls aus Moigrad, nur den ersten Typ dieses Stempels. ^ Die Auf­lösung erfolgt seiner Meinung nach als C(ohors) H(ispanorum) III oder C(ohors) Hi(spa­norum) II. Laut C . Daicoviciu-^ ist die richtige Lesung C(o)H(ors) I H(ispanorum). Szilá­gyi, der sich gerade auf die in Porolissum 1943 gefundenen Ziegeln beruft - hielt die Auflösung des Stempels ohne Volksnamen für unwahrscheinlich. ^ In Kenntnis der Ziegel der Ausgrabung mu3 der Stempel als C(o)H(ortes) III oder CO­(hortes) bzw. C(ohortes) III aufgelöst und mit der Bedeutung cohortes tres gelesen wer­den. Auf Grund der zahlreichen, unversehrten Stücke ist es sicher, daß die Stempelung mit III schließt. Auf Grund des 2. Typs hingegen ist es gewiß, daß die drei senkrechten Hastae infolge der über ihnen gezogenen Linie eine Zahl bilden. Szilágyi kennt ansonsten unter den dazischen Stempeln keinen bei dem man die Ordinalzahl nach dem Namen der Hilfstruppe ausgeschrieben hätte. So kann dies auch im Falle unseres Stempels nicht an­genommen werden. Wie sollen wir nun den Stempel interpretieren? Doch kaum anders, als daß die drei Ko­horten gemeinsam Baumaterial erzeugt haben (bzw. daß die Ziegel für die III cohors ge­brannt wurden). Sowohl unter den Mauer-, wie auch unter den Bauziegeln kommt gerade diese Stempelart in größter Zahl vor, sie ist auf dem Gelände des Lagers die Häufigste und kommt an fast allen erforschten Stellen vor. Im Gebiet der Porta principalis sinistra gibt es nur wenige, doch kamen hier insgesamt nur 11 Ziegelstempel ans Tageslicht, wovon immerhin 8 zu dem jetzt besprochenen Typ gehören. All dies weist auf eine große allgemeine Bautätigkeit hin, die die Zusammenarbeit von drei Kohorten nötig gemacht hat. Möglicherweise wurden die drei Truppenteile nur zum Bau in Porolissum bzw. im enge­ren Bereich des Lagers zusammengezogen. Die Größe des Lagers von Porolissum, das 51

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