TÓTH ENDRE: POROLISSUM . DAS CASTELLUM IN MOIGRAD . AUSGRABUNGEN VON A. RADNÓTI, 1943 / Régészeti Füzetek II/19. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1978)

Stempel der Auxiliartruppen

keine Beweise zur Verfügung stehen. ^ Im Zusammenhang mit ihrer britannischen Vexil­lation im Jahre 119 hält es Ritterling für möglich, daß die Legion selbst in Rheinland stationiert war. Im weiteren steht uns jedoch weder ein Beweis dafür, daß sie am öst­lichen Feldzug des L. Verus teilgenommen, noch sich in der Donaugegend aufgehalten hätte, zur Verfügung. Um das Jahr 197 herum erhielt sie das Attribut pi adas auf den Stempeln von Porolissum hingegen nicht vorkommt. So ist ein möglicher Zeitpunkt ihres Aufenthaltes in Dazien, die Zeit der Kriege im Mitteldonaubecken im letzten Drit­tel des 2.Jhs. Ein Zeugnis für ihren weiteren Aufenthalt in der Donaugegend ist eine Inschrift von Daruvár (Jugoslawien ): 2 4 Q.C armeus Iulianus, der Decurio der VII gemina (ohne das Attribut pia) stellt mit Frau und Kindern für das seelische Wohl des Septimius Severus, Caracalla und Geta dem Jupiter Dolichenus ein Altar (209-211).^ 5 Ritterling meint, daß die Inschrift aus persönlicher Veranlassung gesetzt wurde und sie für die Sta­tionierung der Legion (oder Vexillation) in Daruvár kein Beweis ist, ^6 was auch mit mei­ner Meinung übereinstimmt, jedoch mit der Ergänzung, daß sie dennoch den Aufenthalt der VII gemina in der Donaugegend beweist. Die Inschrift wurde von dem Centurio der Vexillation der hispanischen Legion auf dem Marsch nach Dazien oder auf dem Rück­marsch von dort errichtet. Der Aufenthalt des Detachement der Legion in Dazien ist von einer neulich publizierten Altarinschrift in Potaissa bewiesen.^? Diese erwähnt die legio VII gemina und die legio V. Macedonica pia constantis gemeinsam. Die Inschrift wird durch den Beinamen der fünf­ten Legion auf die Zeit nach 180 datiert. 28 (Die fragliche Zeile der Inschrift hat I.I.Russu für mich in unverstandlicher Weise mit einem Personennamen aufgelöst, 29 was jedoch auf Grund der Zeichnung der Inschrift nicht akzeptiert werden kann). So ist diese Inschrift aus Dazien vorläufig die einzige inschriftliche Erwähnung der VII gemina. Auf Grund all des Gesagten hielt sich unter Berücksichtigung der Inschrift von Daruvár die legio VII gemina felix in der Marcus- und Frühseverus-Zeit in Dazien und in der Donaugegend auf und war innerhalb dieser Periode auch in Porolissum stationiert. HILFSTRUPPENSTEMPEL (Abb. 15). CH II BR - CIH II BRTS Aus dieser Stempelgruppe kann man drei Typen unterscheiden. 1. Das Ende der 2,4-2 cm breiten Stempel ist abgebrochen. Ihre Inschrift lautet: CH II BRIT/-, mit einer waagerechten Linie über der Zahl. Im Gebiet des Lagers sind ledig­lich zwei Exemplare davon zum Vorschein gekommen, der eine, ein Dachziegel, von dem Gebiet der Porta praetoria (Nr. 271), der zweite, auf dem Weg neben dem linken Tor der Porta decumana (Mauerziegel, Nr. 287). Beide Ziegel wurden mit verschiedenen Stempeln e rzeugt. 2. In die zweite Gruppe gehört nur ein Stempel (Nr. 272), der ein Streufund aus dem La­ger ist. Der vordere Teil des Stempels ist verstümmelt, man sieht nur das Ende der waagerechten Linie über der Ordinalzahl. Nach der Zahl war ein Punkt, dem folgten die Buchstaben BR. Die Rahmenbreite des Stempels mit Tabula ansata ist 1,8 cm. Sein Vor­kommen andere rorts ist unbekannt. 3. In die Gruppe gehören drei Stempel (Nr. 315-317): ein intaktes Stück und zwei verstüm­melte Exemplare. Alle drei wurden mit verschiedenen Stempeln erzeugt. Rahmenmaß 6,8 x 1,7 cm. Die schmalen Ränder sind gezackt. Der Stempel ist aus den Lagern um Porolissum bekannt. 3 0 Sein Text lautet: COHIIBRTS (retrogrades S) . De n Namen der britischen Kohorte(n) vertreten im Lager nur 6 Ziegelstempel. Die Auflösung der Stempel ist problematisch. Einerseits wissen wir nicht, ob die auch schon Szilágyi bekannten Stempel COH II BRTS (Nr. 268/, hier 2. Typ), die aus dem obersten, chronologisch letzten, auf die Mitte des 3.Jhs datierbaren Fußbodenbelages der Porta 49

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