TÓTH ENDRE: POROLISSUM . DAS CASTELLUM IN MOIGRAD . AUSGRABUNGEN VON A. RADNÓTI, 1943 / Régészeti Füzetek II/19. (Magyar Nemzeti Múzeum Budapest, 1978)
Katalog
lis sum Stationierenden Palmy rischen Numerus und der Wirkung der mit großer Seelenzahl vertretenen syrischen Bevölkerung der Stadt erklärt werden. Die Höhe der schön gemeißelten Buchstaben betragt: 12 cm. Die rekonstruierte Tafel dürfte etwa 3, 5 m lang und 120-140 cm hoch gewesen sein. Wegen der großen Maße hat man sie wahrscheinlich aus zwei oder drei Steinen zusammengesetzt. Die Ergänzung der Inschrift weicht - das Wesentliche betrachtet - nicht von der von Macrea ab, in den Einzelheiten liegt sie aber der ursprünglichen Inschrift viel näher. Die Ergänzung habe ich mit sechsfacher Verkleinerung angefertigt; auf der Ergänzung sind die Buchstaben 2 cm hoch. Ich teile von dieser Rekonstruktion eine weiter verkleinerte Zeichnung mit (Abb. 8). Im Laufe der in diesen Maße durchgeführten Ergänzung tauchten mehrere Probleme auf, die zum Teil erfolgreich gelöst werden konnten bzw. es traten die Ergänzungsmöglichkeiten besser hervor. Auf Grund der Ergänzung kann auf dem Fragment E das Truppenattribut Antinoniana gelesen werden. Demnach ist der in der Inschrift vorkommende Kaiser: Caracalla. Auf die Severus-Zeit verweist auch die in den Zeilen 5 und 6 lesbare Formel, die im Gebiet von Dacia Porolissensis, in Ili^ua (Alsóilosva: CIL III 795, aus der Zeit des Alexander Severus) und in Micia (Vetel-Vecel: CIL III 1378, in der Caracalla-Zeit) in Gebrauch war. Die Formel am Ende der Inschrift gibt auch den Inhalt und die Länge der 5. Zeile an, jedoch kann auf Grund der Fragmente A und B auch der Inhalt der 4. und 5. Zeile genau bestimmt werden. Auf Grund der Fragmente A und B ist gerade das Wort proconsul in die Inschrift eingesetzt worden, das J.Fitz in der Ergänzung von M. Macrea bemangelte (Alba Regia 6-7 /1965-66/ 203); auch bei M. Macrea sind im Zusammenhang mit den Attributen: fortissimus felicissimu s gleichfalls Probleme aufgetaucht. Die Reihenfolge dieser beiden Attribute ist nämlich in der Mehrheit der Falle gerade die Entgegengesetzte der von Porolissum. In unserer Inschrift konnte aber diese Reihenfolge auf Grund der 4. und 5. Zeile nicht gestanden haben. Wir kennen aber einige solche Inschriften, in welchen die Reihenfolge des Wortes mit der von Porolissum übereinstimmt: CIL VI 1061; CIL VIII 6305, aber nur in einer Ergänzung, und XII 4346. Die 4. Zeile der Inschrift kann demnach auf Grund der Fragmente A,C,D,E dem Inhalt nach genau rekonstruiert werden: cos. IUI procos. felicissimo fortissimoque / princ.indulgentiis eius aucta liberalitatibusque . Im Falle dieser Ergänzung kann die 4. Zeile mit entsprechenden Buchstabengrößen und -abständen proportionell ergänzt werden. Nicht so in der 5. Zeile, wo die Buchstaben auf den erhalten gebliebenen Fragmenten etwas dichter stehen (A, C und E), als auf den zwischen ihnen vorhandenen Ergänzungen. Angesichts dessen, daß die 5. Zeile sich mit keinem neuen Wort erweitern läßt, ist der Text gebunden. Dies stellt uns vor das Problem, ob die Bestimmung der Länge der Inschrift auf Grund der 4. und 5. Zeile richtig ist oder nicht? Da wir den Text der 5. Zeile nicht ändern können, müssen wir den Text der vorangehenden Zeile verkürzen, u.zw. jener Zeile, wo die Reihenfolge der Attribute fortissimu s und felicissimu s auch ansonsten problematisch ist. Zur nötigen inhaltsmäßigen Änderung der Zeile sehe ich eine einzige Möglichkeit: da die Verkürzung felicissim o nur kaum wahrscheinlich ist, müssen wir an ihre Stelle ein kürzeres Wort einsetzen und dies kann nur das Wort optim o sein (cf. XIL VI 1090: optimo felicissimoqu e, Gordianus-Zeit) . In diesem Falle bedeutet die Verkürzung der Zeile 4. und 5. Zeile auch die Verkürzung der Inschrift. Dies bedeutet in der letzten 6. Zeile kein Problem, da der Truppenname auch in kürzerer oder längerer Form aufgeschrieben werden kann, jedoch verändert sich auch der Inhalt der 3. Zeile der Inschrift. In dieser Zeile steht im Falle der ersten Erganzungs variation max/im. Brit, max. pont, max. trib. pote st. XVI imp. II . Die zweifache Verkürzung von maximu s kommt auf den Torinschriften vor). Bei der Ergänzung dieser Zeile der Inschrift sind auf den Fragmenten A und B die ersten zwei Hastae sowie die letzte senkrechte Hasta von entscheidender Wichtigkeit. Auf dem Fragment B können die zwei Hastae vor max. prinzipiell nur der Teil der Buchstaben F, H, I, M, P oder T sein. Da die zwei Hastae verhältnismäßig nahe zueinander stehen, ist es unwahrscheinlich, daß beide zu dem Buchstaben H gehören (z. B. Parth. ), andere rseite würden wir das Attribut Parthicus maximu s aus der zweiten Zeile in die dritte versetzen, so würde die auch ansonsten aufgelockerte Buchstabendichte der Inschrift in