VÉRTES LÁSZLÓ: UNTERSUCHUNGEN AN HÖHLENSEDIMENTEN / Régészeti Füzetek II/7. (Magyar Nemzeti Múzeum - Történeti Múzeum Budapest, 1959)

VI. Klimarekonstruktions Versuch und archäologische Parallele

129. Es fehlen uns die Daten über die obere Grenze des Szeletiens und des Aurignaciens In Ungarn, die wahrscheinlich auch je nach dem Landesteil (Trans­danubien, Bükk-Gebirge ) variieren. Wenn diese Fragen erhellt sind, kann auch der ozeanischen Abschnitt des W 2 und der frühe kontinentale Abschnitt des W 2 er­kannt werden. Wenig wissen wir vorderhand über die Zeit, in der das Höhlengravettien erschien, und über sein Verhältnis zum Hochszeletien und Aurignacien; unser Wis­sen über das W 2/3 Interstadial ist unzulänglich. Diese letzteren Fragen berühren das Problem der stratigraphischen Absonderung des W 2 vom W 3. Endlich besitzen wir zwar Daten über die klimatischen Ereignisse des En­des der Eiszeit, doch sind diese weitaus nicht so stichhaltig, dass sie eine Verall­gemeinerung über den klimatischen Prozess ermöglichten, und bieten hauptsächlich keine Möglichkeit einer zeitgemassen absolutchronologischen Rekonstruktion. Um die­se Arbeit, nämlich die Erforschung des Verlaufes der letzten Vereisung in Ungarn, wirklich mit Erfolg zu verrichten, müssen unsere komplexen Methoden mit der Ein­schaltung von C.^-Untersuchungen bereichert werden. Nach Abschluss des Manuskriptes erhielten wir noch einige sedimentpetro­graphische Arbeiten von solcher Bedeutung, dass sie nicht ausser Acht und uner­wähnt bleiben dürfen. Wir möchten ihre Methoden und Ergebnisse wenigstens kurz berühren: BONIFAY E., Les sédiments détritiques grossiers dans les remplissages des grottes, L'Anthropologie 60 (1956) S. 447-461. Der Verfasser untersucht in der Hauptsache den Kalkschutt in den Ausfüllungen nach der morphoskopischen Metho­de von CAILLEUX und anderen französischen Forschern, las st aber auch die Er­gebnisse von LAIS nicht ausser Acht. Er ist auf Frostwirkung, Verwitterung, Konkre­tionbildung usw. bedacht, und bringt graphische Darstellungen der Veränderungen . Seine Arbeit behandelt einen der Aspekte der Höhlenausfüllungen. DVORAK J., Vyznam archeologiclcych vykopu vjeskinich jiznf Casti Moravs­kého Krasu pro kvartérní geologii, Anthropozoikum 6 (1956) S. 341-363. Die Studie enthält eine Untersuchung der Ausfüllungen südmährischer Höhlen, in erster Linie der geologischen Auffassung entsprechend. Auch die Korngrössenuntersuchungen des Materials einiger Höhlen werden gebracht, in 8 Grössenordnungen gruppiert, von <<.0,05 mm bis 20,00 mm.

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